Nikon Z 24-105mm F4-7.1: Zoom-Objektiv für den Alltag im Test

Mit dem Nikon Z 24-105mm F4-7.1 erweitert Nikon sein Vollformat-Z-System um ein leichtes und vielseitiges Standardzoom für Alltag, Reisen und spontane Motive. Das Objektiv richtet sich weniger an anspruchsvolle Profis als an Nutzer, die ein unkompliziertes, bezahlbares Immer-drauf-Zoom suchen. Die Kollegen von ValueTech TV haben es getestet.

Mit nur 350 Gramm zählt es zu den besonders leichten Vollformat-Zooms. In Kombination mit Kameras wie der Nikon Z5 oder der Nikon Z6 entsteht ein angenehm kompaktes Setup. Das Gehäuse besteht allerdings weitgehend aus Kunststoff, einschließlich des Bajonetts. Zudem verzichtet Nikon auf einen offiziellen Schutz gegen Staub und Spritzwasser. Zur Ausstattung gehören ein 67-mm-Filtergewinde, ein großer Zoomring sowie ein frei belegbarer Multifunktionsring.

Im Praxistest an einer Nikon Z8 zeigt das Objektiv eine gute Schärfe in der Bildmitte, insbesondere bei 24 mm und Offenblende F4. Die größte Schwäche liegt in den Randbereichen des Weitwinkels, wo die Ecken sichtbar weich ausfallen und chromatische Aberrationen auftreten können. Bei 50 mm präsentiert sich das Zoom ausgewogen, während bei 105 mm Kontrast und Lichtstärke etwas nachlassen. Insgesamt liefert das Objektiv eine solide Bildqualität, ohne Spitzenwerte zu erreichen.
Nikon Z 24-105mm F4-7.1 Nikon Z 24-105mm F4-7.1 Nikon Z 24-105mm F4-7.1
Wie bei vielen kompakten Zoomobjektiven spielen digitale Korrekturprofile eine wichtige Rolle. Verzeichnungen im Weitwinkel werden zuverlässig korrigiert, allerdings auf Kosten eines kleinen Teils der tatsächlichen Sensorauflösung.

Keine Spezialdisziplin ist die Hintergrundunschärfe. Mit einer variablen Lichtstärke von F4 bis F7.1 eignet sich das Objektiv nur eingeschränkt für Porträts mit starker Freistellung. Überraschend stark fällt dagegen der Nahbereich aus: Zwischen 70 und 105 mm erreicht das Zoom einen Abbildungsmaßstab von 1:2 und ermöglicht damit überzeugende Detail- und Makroaufnahmen von Blumen, Produkten oder Strukturen.

Kein eigener Stabilisator

Für Videoaufnahmen ist das Objektiv grundsätzlich geeignet, verfügt jedoch über keinen eigenen Bildstabilisator. An Vollformatkameras mit integriertem Stabilisator fällt das kaum ins Gewicht, an APS-C-Modellen ohne Sensorstabilisierung kann dies jedoch spürbar sein. Der STM-Autofokus arbeitet zuverlässig, erreicht aber nicht die Geschwindigkeit moderner Linearmotor-Systeme.

Zu den Stärken zählen das geringe Gewicht, der flexible Brennweitenbereich, die gute Schärfe in der Bildmitte sowie die ungewöhnlich starken Nahaufnahmefähigkeiten. Auf der Minusseite stehen das einfache Kunststoffgehäuse, die fehlende Abdichtung, die schwachen Ecken bei 24 mm und die geringe Lichtstärke am Teleende.

Unterm Strich präsentiert sich das Nikon Z 24-105mm F4-7.1 als stimmiges Reise- und Alltagszoom. Wer Wert auf geringes Gewicht, Vielseitigkeit und einen überraschend guten Nahbereich legt, erhält ein attraktives Gesamtpaket. Fotografen mit hohen Ansprüchen an Lichtstärke, Randauflösung oder Porträtqualität werden dagegen eher zu höherwertigen Alternativen greifen.

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