Bald geht keine Auslands-Überweisung mehr an Microsoft vorbei
Bei grenzüberschreitenden Geld-Überweisungen dürfte schon bald kein Weg mehr an Microsoft vorbeigehen. Was für den Redmonder Konzern wohl eines der prestigeträchtigsten Projekte der letzten Zeit werden dürfte, kann aus Sicht von Verbrauchern durchaus mit einiger Skepsis betrachtet werden.
Aktuell ist alles erst einmal im Rahmen einer Konzept-Studie angesiedelt - aber Microsoft verkündete jetzt eine Kooperation mit dem Banken-Dienstleister SWIFT. Wie die beiden Unternehmen auf der Konferenz Sibos 2018 im australischen Sydney mitteilten, wird man den Betrieb der Transaktions-Infrastruktur auf Basis der Azure-Cloud erproben.
Das Ziel ist klar: Letztendlich geht es darum, den Betrieb der SWIFT-Dienste komplett in die Microsoft-Datenzentren zu schieben. Über die im Jahr 1973 gegründete Genossenschaft, in der über 11.000 Banken und andere Finanzhäuser in aller Welt zusammengeschlossen sind, werden sämtliche Geld-Transfers abgewickelt, die über Ländergrenzen hinausgehen. Täglich umfasst dies einen Betrag im oberen einstelligen Billionen-Dollar-Bereich.
In einem nächsten Schritt will man dann weitere Teile der SWIFT-Services auf Azure umziehen. Insbesondere für Business-Kunden, die Microsofts Cloud-Dienste nutzen, soll das dann auch direkte Vorteile bringen. Perspektivisch könnte die gesamte IT des Banken-Dienstleisters in die Microsoft-Cloud verlagert werden, womit dann niemand mehr eine Auslands-Überweisung tätigen könnte, ohne indirekt mit Microsoft in Berührung zu kommen.
Das Ziel ist klar: Letztendlich geht es darum, den Betrieb der SWIFT-Dienste komplett in die Microsoft-Datenzentren zu schieben. Über die im Jahr 1973 gegründete Genossenschaft, in der über 11.000 Banken und andere Finanzhäuser in aller Welt zusammengeschlossen sind, werden sämtliche Geld-Transfers abgewickelt, die über Ländergrenzen hinausgehen. Täglich umfasst dies einen Betrag im oberen einstelligen Billionen-Dollar-Bereich.
Redmond als Weltfinanzhochburg
Die Nachbildung der bisherigen SWIFT-Infrastruktur ist entsprechend ein Großprojekt für Microsoft. Ein Kernelement ist dabei auch der Betrieb von SAP-Instanzen auf der Azure-Cloud. Um die ganze Sache erst einmal im "Kleinen" zu testen, soll als erstes Microsoft Treasury seine Transaktionen über die neue Plattform ausführen. Die Finanz-Abteilung der Redmonder leitet bereits über 400 Milliarden Dollar im Jahr über die SWIFT-Services. Der Finanzdienstleister wird dann direkt im Microsoft-Datenzentrum die Prüfung der Überweisungen vornehmen und die Gelder dann an die Zielbanken weitergeben.In einem nächsten Schritt will man dann weitere Teile der SWIFT-Services auf Azure umziehen. Insbesondere für Business-Kunden, die Microsofts Cloud-Dienste nutzen, soll das dann auch direkte Vorteile bringen. Perspektivisch könnte die gesamte IT des Banken-Dienstleisters in die Microsoft-Cloud verlagert werden, womit dann niemand mehr eine Auslands-Überweisung tätigen könnte, ohne indirekt mit Microsoft in Berührung zu kommen.
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Christian Kahle
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