TV-Mediathek: Apps von Fernsehsendern schi­cken zu viele Daten weiter

Die Stiftung Warentest hat sich für die neueste Print-Ausgabe 07/2018 die verschiedenen Apps für TV-Mediatheken angeschaut. Es geht dabei um die Verknüpfung zu Diensten Dritter, wie Google, Facebook und anderen Datenkraken.
Ard, Zdf, Logos, Fernsehsender
ARD ZDF
Die Stiftung Warentest kam dabei zu dem Ergebnis, dass vor allem Apps, die man auf Smartphones und Tablets für das Abrufen von TV-Sendern nutzt, im Sinne der Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte häufig als kritisch zu betrachten sind. Für den Test ging es dabei bereits um den Stand, der nach der Einführung der neuen Daten­schutz-Grund­ver­ordnung, also nach dem 25. Mai, für Nutzer relevant ist. Dennoch, also obwohl die Regelungen nun deutlich strenger sind, sind viele der angebotenen Mediatheken-Apps der Sender zu freigiebig mit der Weitergabe von Nutzerdaten. ARD Mediathek AppDie App der ARD

Viele Apps werden als kritisch bewertet

Zu den Apps, die die Stiftung Warentest als "kritisch" bewertet, gehören die Android- und iOS-Apps von 3sat, ARD, Arte, MDR, NDR Hamburg, Pro7, RBB, RTL, Sat1, TV Now Plus, Vox und ZDF. Als unkritisch stufte man nur die iOS- und Android-Angebote vom SWR, WDR und die iPhone-App des BR ein. "Nur diese fünf Apps sind verschwiegen", so die Stiftung Warentest.

Dahin gehen die Daten:

  • INFOnline
  • Google
  • Facebook
  • Microsoft Bing
  • Vermarkter wie Xiti

So senden die Apps von ProSieben, RTL, Sat.1, TV Now Plus und Vox Daten an Google, Arte, ProSieben, Sat.1 und TV Now Plus senden auch gleich an Facebook. "Von den MDR-Apps erhielt Bing, also der Konzern Microsoft, konkrete, nach­verfolg­bare Informationen zum verwendeten Smartphone. Solche Informationen sendeten auch etliche andere Apps - nur nicht an Microsoft, sondern an weniger bekannte Firmen wie Xiti, die etwa das Marketing der Anbieter verbessern sollen", erklärt die Stiftung Warentest und weiter: "Häufig über­mittelten die Apps Benut­zungs­statistiken und alle als kritisch bewerteten sendeten den Namen des Mobil­funkanbieters."

Smartphone und Tablet-Apps senden dabei laut der Untersuchung die meisten Daten. Die Mediathek-Angebote auf dem PC sind durchgehend besser was den Datenschutz betrifft, gleiches gilt auch für Apps von Smart-TVs. Untersucht wurden die Angebote der Sender direkt. Alternativ kann man entsprechend Apps von Drittanbietern wie MediathekView nutzen.

Download MediathekView - Öffentlich-rechtliche Inhalte im Überblick Siehe auch:
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