Snapdragon 1000: Qualcomm will wohl Intel in mobilen PCs ans Leder

Qualcomm, Snapdragon, Qualcomm Snapdragon 820, Snapdragon 820 Bildquelle: Qualcomm
Microsoft und der Chiphersteller Qualcomm drücken in Sachen Windows 10 auf ARM wohl kräftig auf die Tube. Dies gilt sowohl für die Geschwindigkeit bei der Entwicklung als auch bei der Leistung, denn mit dem Qualcomm Snapdragon 1000 wird wohl gegen Ende 2018 bzw. Anfang 2019 ein neuer, noch stärkerer Prozessor für ARM-basierte Geräte mit Windows 10 Einzug halten. Wie aus WinFuture vorliegenden Dokumenten und einigen Einträgen bei verschiedenen Job-Portalen wie LinkedIn hervorgeht, arbeitet Qualcomm bereits an einer Art Nachfolger des in Kürze erwarteten Snapdragon 850, der anscheinend ausschließlich in Windows 10 ARM-Geräten zum Einsatz kommen soll. Dabei strebt man offenbar eine kräftige Leistungssteigerung an.


Konkrete Details zu Taktraten und Kernzahl des aktuell als Snapragon 1000 bezeichneten Chips liegen bisher nicht vor. Tatsächlich begannen die Arbeiten daran aber wohl schon im letzten Jahr. Anscheinend soll der neue Chip durch eine Steigerung der Performance dazu dienen, ARM-CPUs von Qualcomm auch in Leistungsregionen vorstoßen zu lassen, in denen man sich mit den bisher noch immer überlegenen Intel Core-Prozessoren messen kann.

So geht aus den uns vorliegenden Informationen hervor, dass Qualcomm bei einem in Zusammenarbeit mit einem großen PC-Hersteller entwickelten Gerät eine überraschend hohe Verlustleistung ermöglichen will. Es ist von einer "CPU only" TDP (Thermal Design Power, Verlustleistung) von 6,5 Watt die Rede - was also anscheinend nur für die CPU-Kerne des Snapdragon 1000 allein gelten soll.

Bisher liegt die maximale Verlustleistung des aktuellen Snapdragon 845 inklusive seiner Grafikeinheit unbestätigten Angaben zufolge bei rund fünf Watt, so dass eine Steigerung auf 6,5 Watt beim Snapdragon 1000 mit Beschränkung auf die CPU darauf schließen lässt, dass man entweder eine höhere Zahl von Kernen einsetzen oder aber eine deutliche Steigerung der Prozessorleistung anpeilt.

Verlustleistung steigt auf das Niveau stärkerer x86-CPUs

Wirft man nun einen Blick auf die Verlustleistung von Intels aktuellen Prozessoren der Core-Serie, wird die Annäherung zwischen ARM und x86 immer deutlicher. Ein Intel Core Y-SoC der 7. Generation (Intel Core i7-7y75) kommt laut Intel mit seinen zwei Kernen und vier Threats auf eine Verlustleistung von maximal sieben Watt.

Mit 6,5 Watt TDP würde der Snapdragon 1000 also zumindest in dieser Hinsicht in einer ähnlichen Region unterwegs sein und sich auf dem Niveau eines Ultra-Low-Power Chips von Intel bewegen. Die mit deutlich höherer TDP arbeitenden Intel Core-U-, S- und H-SoCs sind natürlich nicht vergleichbar, müssen aber auch fast immer aktiv gekühlt werden.

Als erster Anbieter will laut unseren Informationen der taiwanische Hersteller ASUS ein mit dem Snapdragon 1000 ausgerüstetes Gerät auf den Markt bringen. Dieses wird seit Anfang des Jahres 2018 in direkter Zusammenarbeit mit Qualcomm entwickelt und trägt den Codenamen ASUS "Primus". Der interne Zeitplan sieht vor, dass die Entwicklung der Plattform bis zum Herbst 2018 abgeschlossen sein soll. Danach dürfte es wohl noch einige Monate dauern, bis ein mögliches fertiges Produkt auf den Markt kommt.

Wie genau das ASUS "Primus" aussehen soll, ist derzeit noch vollkommen unklar. Geht man nach den ersten Details zum Snapdragon 1000 dürfte es sich aber um eine Art Notebook, größeres Tablet oder ein Convertible handeln. Natürlich kann sich aufgrund der noch recht frühen Natur des Vorhabens noch einiges ändern, sowohl was die Spezifikationen und Verwendungsweise des neuen Qualcomm Snapdragon 1000 angeht, als auch bezüglich des letztlich zur Vermarktung verwendeten Namens. Auch ist eine Änderung der Strategie sowie eine komplette Einstellung des Vorhabens zu jeder Zeit möglich.
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Mehr zum Thema: Windows 10
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