Samsung-Chef erklärt: Darum zahlen Europäer 44 % mehr für Handys

Die neuen Falt-Smartphones von Samsung sind auf dem südkoreanischen Heimatmarkt deutlich günstiger als im Rest der Welt. Käufer in Europa zahlen teilweise beinahe 45 Prozent mehr für die Geräte. Der Hersteller begründet jetzt seine Preisstrategie.
Leak, Render, CAD, Samsung Galaxy Z Fold 8, Samsung Galaxy Z Fold8
OnLeaks / Android Headlines

Preisaufschlag bei Falt-Handys

Samsung hat auf seinem Galaxy-Unpacked-Event diese Woche seine neuen Foldables vorgestellt und dabei auch die Preise verraten. Während Kunden in Südkorea von verhältnismäßig niedrigen Preisen profitieren, zahlen Käufer in Europa und den USA deutlich mehr. Die Preisdifferenz beträgt bei einigen Modellen fast 50 Prozent. Samsung hat jetzt verraten, warum das so ist und auch so bleiben wird.

Das Standardmodell Galaxy Z Fold 8 ist in Europa am teuersten. Das Gerät wird hierzulande in seiner 256-GB-Version für 1999 Euro angeboten. Auf dem südkoreanischen Markt kostet es Käufer umgerechnet jedoch lediglich 1355 Euro. Kunden zahlen in Deutschland also rund 32 Prozent mehr.


Noch gravierender fällt der Unterschied beim Z Fold 8 Ultra als neues Flaggschiffmodell aus. Es kostet mit 256 Gigabyte Speicherplatz in Europa 2199 Euro. Das bedeutet im Vergleich zum Z Fold 7 bereits einen spürbaren Preisanstieg von 100 Euro. In Südkorea kostet Käufer das gleiche Gerät umgerechnet jedoch nur rund 1525 Euro. Europäische Nutzer zahlen somit einen satten Aufpreis von etwa 44 Prozent.

Wie The Korea Times berichtet, äußerte sich Co-CEO Roh Tae-moon am Rande der Veranstaltung zu der Preispolitik. Demnach sehe der Konzern den südkoreanischen Heimatmarkt als Fundament für die globale Wettbewerbsfähigkeit der Marke. Die jahrzehntelange Unterstützung der dortigen Konsumenten, die das Unternehmen erst groß gemacht habe, wolle man dauerhaft mit den niedrigsten Preisen honorieren.

Kosten für Bauteile steigen

Gestiegene Speicherpreise und höhere Komponentenkosten setzen Smartphone-Hersteller weltweit unter Druck. Roh erklärte, dass Samsung versuche, einen Großteil des Kostendrucks durch eine Optimierung der Lieferkette und enge Zusammenarbeit mit Partnern abzufangen. Sobald die Ausgaben jedoch ein bestimmtes Maß überschreiten, sei es unvermeidlich, einen Teil davon an die Endkunden weiterzugeben.

Historisch gesehen subventioniert der Konzern seine Geräte in der Heimatregion oft durch Budgets aus anderen Geschäftsbereichen. Bereits beim allerersten faltbaren Telefon vor einigen Jahren diente Südkorea als primärer Testmarkt. Die Strategie verdeutlicht, dass Samsung dort bewusst geringere Gewinnmargen in Kauf nimmt, um schnelles Feedback von einer hochgradig technikaffinen Nutzerschaft zu erhalten.

Neue Strategie für Foldables

Zusätzlich gab Roh tiefere Einblicke in die Produktstrategie. Die aktuelle Aufstellung aus Galaxy Z Fold 8 Ultra, Galaxy Z Fold 8 und dem kompakten Galaxy Z Flip 8 bilde die finale Entwicklungsstufe der Kategorie der Faltsmartphones. Da die Technologie nun weitestgehend ausgereift sei, reichten zwei Modelle nicht mehr aus, um die vielfältigen Kundenbedürfnisse zu erfüllen.

Mit der in dieser Generation erfolgten Erweiterung auf drei Modelle plant der Elektronikkonzern jetzt, neue Rekordverkäufe zu erzielen und seine Führungsposition auf dem globalen Markt zu behaupten. Der wachsende Wettbewerb durch andere Hersteller werde begrüßt, da das zeige, dass faltbare Geräte im Massenmarkt angekommen seien, so der Samsung-Chef. Sein Unternehmen wolle dennoch weiterhin technologische Standards für Entwickler und Ingenieure setzen.

Was haltet ihr von der Preispolitik bei Samsung? Findet ihr die Unterschiede gerechtfertigt oder fühlt ihr euch über den Tisch gezogen? Teilt uns eure Gedanken in den Kommentaren mit!

Samsung-Neuheiten vorbestellen Bis zu 100€ Rabatt bei Media Markt Zum Angebot
Zusammenfassung
  • Falt-Smartphones von Samsung sind in Europa deutlich teurer
  • Die Preisdifferenz zu Südkorea beträgt teilweise fast 50 Prozent
  • Südkorea wird laut CEO als Fundament der Marke bewusst subventioniert
  • Steigende Komponentenkosten erhöhen weltweit den Druck auf die Preise
  • Die neue Falt-Generation besteht nun aus drei verschiedenen Modellen
  • Samsung will mit der erweiterten Reihe neue Verkaufsrekorde erzielen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!