ZTE-Sanktionen: Samsung wittert Chance, Qualcomm abzuschießen
Bei Samsung sieht man angesichts der jüngsten Maßnahmen der US-Regierung gegen den chinesischen Mobilfunkausrüster ZTE einen hervorragenden Zeitpunkt gekommen, sich selbst als Zulieferer für Smartphone-Prozessoren ins Spiel zu bringen. Denn insbesondere Qualcomm könnte man jetzt wohl ein Stück weit zurückdrängen.
Samsung fertigt seit geraumer Zeit auch eigene Chips für Mobiltelefone, die den Vergleich mit Qualcomms Spitzenprodukten nicht scheuen müssen. Trotzdem wagten sich die Südkoreaner bisher nicht in eine offene Konfrontation und beliefert daher eigentlich nur Meizu Technology als bisher einzigen externen Abnehmer. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters soll sich das jetzt aber ändern.
"Wir sprechen mit allen Herstellern", zitiert diese Inyup Kang von System LSI, die Samsung-Sparte, in der die Logik-Chips entwickelt und produziert werden. Trotz aller Zuversicht auf einen erfolgreichen Verlauf der Gespräche rechnet aber auch der ehemalige Qualcomm-Manager nicht damit, schon in wenigen Wochen Vollzug melden zu können - da dürften auch längerfristige Verträge dagegen sprechen. Im ersten Halbjahr 2019 soll man aber konkrete Kunden präsentieren können, die Smartphones mit Samsung-Prozessoren auf den Markt bringen.
ZTE wurde kürzlich auf die Sanktionsliste gesetzt, weil das Unternehmen US-Produkte in den Iran weiterverkauft haben soll. Und auch Huawei stand diesbezüglich unter Beschuss. Kürzlich kündigte US-Präsident Donald Trump dann aber an, sich für ZTE einsetzen zu wollen. Doch selbst wenn das zu einer Lockerung der Sanktionen führt, wäre noch lange kein längerfristiges Vertrauen wiederhergestellt.
Siehe auch: Galaxy S9 mit Exynos 9810: Gute und teilweise "seltsame" Benchmarks
"Wir sprechen mit allen Herstellern", zitiert diese Inyup Kang von System LSI, die Samsung-Sparte, in der die Logik-Chips entwickelt und produziert werden. Trotz aller Zuversicht auf einen erfolgreichen Verlauf der Gespräche rechnet aber auch der ehemalige Qualcomm-Manager nicht damit, schon in wenigen Wochen Vollzug melden zu können - da dürften auch längerfristige Verträge dagegen sprechen. Im ersten Halbjahr 2019 soll man aber konkrete Kunden präsentieren können, die Smartphones mit Samsung-Prozessoren auf den Markt bringen.
Planungssicherheit ist ein Argument
Vor allem in China haben die Südkoreaner sicherlich gute Chancen fündig zu werden. Denn unabhängig davon, wie die ganze Sache um ZTE und auch Huawei letztlich ausgeht: Angesichts des in weiten Teilen ziemlich unberechenbaren Verhaltens der aktuellen US-Regierung ist eine längerfristige Planungssicherheit nicht gegeben.ZTE wurde kürzlich auf die Sanktionsliste gesetzt, weil das Unternehmen US-Produkte in den Iran weiterverkauft haben soll. Und auch Huawei stand diesbezüglich unter Beschuss. Kürzlich kündigte US-Präsident Donald Trump dann aber an, sich für ZTE einsetzen zu wollen. Doch selbst wenn das zu einer Lockerung der Sanktionen führt, wäre noch lange kein längerfristiges Vertrauen wiederhergestellt.
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