Wer soll das bezahlen? Nvidias RTX-Karten droht nächste Preiserhöhung
Käufer von GeForce-Grafikkarten müssen sich womöglich erneut auf steigende Preise einstellen. So verlangt Nvidia von seinen Produktionspartnern künftig angeblich mehr Geld für seine GPU-Kits. Betroffen sind wohl aktuelle und kommende RTX-Modelle.
GPU-Kits bestehen traditionell aus dem eigentlichen Grafikchip und dem dazugehörigen Videospeicher. Nvidia verkauft das Duo stets als festes Paket an seine Boardpartner. Die Partnerunternehmen wie Gigabyte oder Asus konstruieren darum herum die fertige Grafikkarte samt Platine und Kühlsystem. Steigen die Kosten für das Paket, geben die Hersteller die finanzielle Mehrbelastung an den Handel weiter. Endkunden müssen womöglich also bald noch tiefer in die Tasche greifen.
Neben dem Videospeicher verzeichnen die Konstrukteure von Grafikkarten zudem leicht gestiegene Produktionskosten für Bauteile wie Kühler, Platinen und Verpackungsmaterialien. Die Faktoren fallen zwar deutlich geringer ins Gewicht als der Speicher, erhöhen die Gesamtkosten jedoch zusätzlich. Für den Endkunden addieren sich die Aufschläge am Ende zu einem spürbar höheren Verkaufspreis.
Ein einzelner Baustein soll umgerechnet etwa 60 US-Dollar (etwa 52 Euro) bis 70 US-Dollar (etwa 61 Euro) kosten. Im Vergleich dazu liegt ein herkömmliches Modul mit zwei Gigabyte Kapazität bei lediglich 20 US-Dollar (etwa 17 Euro). Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, wird der Marktstart verzögert.
Die Abhängigkeit der gesamten Branche von wenigen Speicherproduzenten wie Samsung oder Micron, die ihren Fokus auf Speicher für KI legen, zeigt hier ihre Folgen. Da auch AMD seinen Speicher von denselben Zulieferern bezieht, ist möglicherweise auch bei Nvidias größtem Grafikkarten-Konkurrenten mit einer ähnlichen Entwicklung zu rechnen.
Wie lange können die Preiserhöhungen noch so weitergehen, bis sich niemand mehr eine aktuelle Grafikkarte leisten kann oder will? Teilt uns eure Meinung dazu gerne unten in den Kommentaren mit!
Siehe auch:
Höhere Preise für Grafikkarten erwartet
Nachdem es zuletzt bereits die RTX Pro 6000 getroffen hatte, könnten demnächst auch GeForce-Grafikkarten für Gamer noch einmal teurer werden. So hat Nvidia angeblich die Preise für sogenannte GPU-Kits aufgrund teurer Speicherbausteine angehoben. Die Preissteigerung soll aktuelle Modelle mit GDDR7-Speicher und potenziell auch ältere Karten mit GDDR6-Speicher betreffen.GPU-Kits bestehen traditionell aus dem eigentlichen Grafikchip und dem dazugehörigen Videospeicher. Nvidia verkauft das Duo stets als festes Paket an seine Boardpartner. Die Partnerunternehmen wie Gigabyte oder Asus konstruieren darum herum die fertige Grafikkarte samt Platine und Kühlsystem. Steigen die Kosten für das Paket, geben die Hersteller die finanzielle Mehrbelastung an den Handel weiter. Endkunden müssen womöglich also bald noch tiefer in die Tasche greifen.
Speicherkosten treiben die Preise
Wie Benchlife (via Videocardz) berichtet, soll Nvidia seine Partner kürzlich über die neuen Konditionen informiert haben. Der Hauptgrund für die Anpassung liegt in der knappen Verfügbarkeit und den gestiegenen Einkaufspreisen für den Speicher.Neben dem Videospeicher verzeichnen die Konstrukteure von Grafikkarten zudem leicht gestiegene Produktionskosten für Bauteile wie Kühler, Platinen und Verpackungsmaterialien. Die Faktoren fallen zwar deutlich geringer ins Gewicht als der Speicher, erhöhen die Gesamtkosten jedoch zusätzlich. Für den Endkunden addieren sich die Aufschläge am Ende zu einem spürbar höheren Verkaufspreis.
Auswirkungen auf kommende Grafikkarten
Besonders stark sind die Auswirkungen auf die kommenden Super-Varianten der RTX-50-Serie. Die Entwicklung der Modelle ist schon abgeschlossen. Nvidia hat seine Partner aber dazu aufgefordert, die Grafikkarten noch zurückzuhalten. Der Grund dafür ist, dass die neuen GDDR7-Module mit drei Gigabyte Kapazität momentan besonders teuer in der Anschaffung sind.Ein einzelner Baustein soll umgerechnet etwa 60 US-Dollar (etwa 52 Euro) bis 70 US-Dollar (etwa 61 Euro) kosten. Im Vergleich dazu liegt ein herkömmliches Modul mit zwei Gigabyte Kapazität bei lediglich 20 US-Dollar (etwa 17 Euro). Um die Kosten nicht ausufern zu lassen, wird der Marktstart verzögert.
Die Abhängigkeit der gesamten Branche von wenigen Speicherproduzenten wie Samsung oder Micron, die ihren Fokus auf Speicher für KI legen, zeigt hier ihre Folgen. Da auch AMD seinen Speicher von denselben Zulieferern bezieht, ist möglicherweise auch bei Nvidias größtem Grafikkarten-Konkurrenten mit einer ähnlichen Entwicklung zu rechnen.
Wie lange können die Preiserhöhungen noch so weitergehen, bis sich niemand mehr eine aktuelle Grafikkarte leisten kann oder will? Teilt uns eure Meinung dazu gerne unten in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
- Nvidia erhöht angeblich Preise für GPU-Kits aufgrund von teurem Videospeicher
- Boardpartner dürften die Mehrkosten bald an die Endkunden weitergeben
- Die Preisanpassung betrifft sowohl GDDR7- als auch GDDR6-Grafikkarten
- Neue GDDR7-Module mit drei Gigabyte sind aktuell besonders kostspielig
- Die gestiegenen Kosten verzögern den Start der RTX-50-Super-Modelle
Siehe auch:
- RTX 50 SUPER: Grafikkarten sind fertig - Nvidia hält Release aber zurück
- GeForce RTX 5090 SE: Nvidia plant angeblich günstigere Premium-GPU
- Hitzkopf Nvidia RTX 5090: Schmelzende Kabel bei vertikaler Montage
- GeForce RTX 3060 wieder da: Alte Nvidia-GPU feiert teures Comeback
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