Sanktionen: ZTE kann auch Rechte an der Nutzung von Android verlieren
Für den chinesischen Telekommunikations-Ausrüster ZTE könnten die jüngsten Sanktionen durch die US-Regierung weitaus schlimmere Folgen haben als bisher angenommen. Denn während das Unternehmen bei den Hardware-Komponenten auf Nicht-US-Anbieter ausweichen kann, ist das bei der Software-Plattform wesentlich schwieriger.
Die einzige sinnvolle Möglichkeit, Smartphones mit einem Betriebssystem auszustatten, liegt - wenn man nicht Apple ist - bei Android. ZTE ist in dem Segment auch gut mit dabei und mit 46,6 Millionen verkauften Smartphones im letzten Jahr der siebentgrößte Anbieter von Android-Geräten. Die Plattform stammt aber eben vom US-Unternehmen Google und könnte womöglich auch unter die Sanktionen fallen.
Die US-Regierung hatte dieser Tage einen Erlass herausgegeben, wonach es allen Unternehmen aus den USA untersagt ist, Produkte an ZTE zu verkaufen. Hintergrund dessen ist die Verletzung von Handelssanktionen gegen den Iran durch das chinesische Unternehmen. Dieses hatte Waren mit Ursprung in den USA in den Iran geliefert und machte sich so angreifbar.
Klar ist bereits, dass ZTE zukünftig beispielsweise keine Prozessoren von Qualcomm mehr beziehen kann. Hier besteht aber immerhin die Möglichkeit, auf asiatische Hersteller wie MediaTek auszuweichen. Die große Frage ist aber, ob das Unternehmen weiterhin Android einsetzen darf, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Streng genommen wird die Plattform von Google nicht an ZTE verkauft - trotzdem nutzt der chinesische Konzern aber Lizenzen des Suchmaschinenkonzerns.
Laut dem Bericht sitzen Vertreter beider Unternehmen inzwischen zusammen und beraten, wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen kann. Denn völlig klar ist dies mit Blick auf die jüngsten Verfügungen nicht. Sollten die Sanktionen aber auch die kostenlosen Lizenzen betreffen, hätte das Smartphone-Geschäft von ZTE ein existenzielles Problem.
Die US-Regierung hatte dieser Tage einen Erlass herausgegeben, wonach es allen Unternehmen aus den USA untersagt ist, Produkte an ZTE zu verkaufen. Hintergrund dessen ist die Verletzung von Handelssanktionen gegen den Iran durch das chinesische Unternehmen. Dieses hatte Waren mit Ursprung in den USA in den Iran geliefert und machte sich so angreifbar.
Klar ist bereits, dass ZTE zukünftig beispielsweise keine Prozessoren von Qualcomm mehr beziehen kann. Hier besteht aber immerhin die Möglichkeit, auf asiatische Hersteller wie MediaTek auszuweichen. Die große Frage ist aber, ob das Unternehmen weiterhin Android einsetzen darf, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Streng genommen wird die Plattform von Google nicht an ZTE verkauft - trotzdem nutzt der chinesische Konzern aber Lizenzen des Suchmaschinenkonzerns.
Das Problem sind die Dienste
Grundsätzlich kann Android auch mehr oder weniger frei eingesetzt werden - das betrifft aber einen recht rudimentären Teil der Plattform. Wichtige Dienste, die Google darüber hinaus bereitstellt und die die meisten Nutzer erwarten dürften, sind darin nicht enthalten. Das betrifft beispielsweise den Play Store oder auch Google Maps. Hier müsste ZTE dann nach geeigneten Alternativen suchen, was nicht leicht ist und die Attraktivität der Geräte sicherlich schmälert.Laut dem Bericht sitzen Vertreter beider Unternehmen inzwischen zusammen und beraten, wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen kann. Denn völlig klar ist dies mit Blick auf die jüngsten Verfügungen nicht. Sollten die Sanktionen aber auch die kostenlosen Lizenzen betreffen, hätte das Smartphone-Geschäft von ZTE ein existenzielles Problem.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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