Heftig und schnell: SSDs kann auf verschiedene Arten zugesetzt werden
SSDs weisen gegenüber Festplatten zwar in vielen Belangen Vorteile auf, doch lassen sie sich durch ihre Architektur auch wesentlich leichter angreifen. Aktuell wurden zwei Verfahren beschrieben, mit denen man einen Flash-basierten Speicher in echte Probleme bringen kann.
Die beiden aktuell untersuchten Szenarien sind keineswegs mit herkömmlichen Angriffen von Kriminellen auf Computersysteme vergleichbar. Aktuell handelt es sich hier auch erst einmal um akademische Betrachtungen. Diese dienen aber dem Zweck, potenziellen Problemen auf die Spur zu kommen und somit bereits Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, bevor tatsächlich jemandem etwas einfällt, wie man die Angriffe praktisch nutzen kann.
Die erste beschriebene Attacke ähnelt laut einem Bericht von BleepingComputer entfernt dem bereits länger bekannten Rowhammer-Angriff auf Arbeitsspeicher. Hier macht man sich zunutze, dass die Entwicklung zu immer höheren Speicherdichten nicht nur durch schrumpfende Baudichten, sondern auch eine andere Architektur zustande kam. Von Single-Level-Cells ging es hier letztlich zu Multi-Level-Cells in denen mehr Informationen gespeichert werden können.
Das zweite Angriffs-Szenario wird als "Lesestörung" beschrieben. Hier wird die Firmware der SSD so manipuliert, dass sie binnen extrem kurzer Zeit möglichst viele Lesevorgänge auf einer Speicherzelle durchführt. Das führt dann dazu, dass der Mechanismus irgendwann durcheinandergerät und falsche Informationen liefert.
Wie sich zeigte, hat das längerfristige Wirkung. Denn es geraten nicht nur die aktuellen Speicher-Pages durcheinander, sondern in Folge auch zukünftige Veränderungen. Eine so attackierte SSD wird zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr verlässliche Daten speichern können.
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Die erste beschriebene Attacke ähnelt laut einem Bericht von BleepingComputer entfernt dem bereits länger bekannten Rowhammer-Angriff auf Arbeitsspeicher. Hier macht man sich zunutze, dass die Entwicklung zu immer höheren Speicherdichten nicht nur durch schrumpfende Baudichten, sondern auch eine andere Architektur zustande kam. Von Single-Level-Cells ging es hier letztlich zu Multi-Level-Cells in denen mehr Informationen gespeichert werden können.
Zerstörung mit dem Vorschlaghammer
Die Strukturen wurden dadurch aber auch fragiler. Den Forschern ist es gelungen, Daten so schreiben zu lassen, dass sich auch die Informationen in den benachbarten Speicherzellen veränderten. Das kann einerseits wichtige Daten zerstören und aufgrund der limitierten Schreibvorgänge pro Zelle auch die Lebensdauer des Flash-Chips verkürzen.Das zweite Angriffs-Szenario wird als "Lesestörung" beschrieben. Hier wird die Firmware der SSD so manipuliert, dass sie binnen extrem kurzer Zeit möglichst viele Lesevorgänge auf einer Speicherzelle durchführt. Das führt dann dazu, dass der Mechanismus irgendwann durcheinandergerät und falsche Informationen liefert.
Wie sich zeigte, hat das längerfristige Wirkung. Denn es geraten nicht nur die aktuellen Speicher-Pages durcheinander, sondern in Folge auch zukünftige Veränderungen. Eine so attackierte SSD wird zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr verlässliche Daten speichern können.
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Christian Kahle
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