Nach Drohungen: Die Fakten-Checker Mimikama erwägen das Aus
Die österreichische Seite Mimikama, die auf Facebook unter dem Namen "Zuerst denken - dann klicken" auftritt, ist ein zuverlässiger Begleiter, wenn es darum geht, Internet-Phänomene, Hoaxes und zuletzt auch bewusst gestreute Lügen gegen Migranten zu überprüfen. Doch gerade letzteres macht den Betreibern derzeit schwer zu schaffen.
Ob bei Internet-typischen Hoaxes oder rechter Propaganda: Die Betreiber von Mimikama haben es sich zur Aufgabe gemacht, über das Internet verbreitete Behauptungen zu überprüfen und die Fakten von Berichten, die über soziale Medien wie Facebook verbreitet werden, herauszufinden. Das macht man seit mittlerweile sechs Jahren und ist dabei sehr erfolgreich, aktuell hat man mehr als 658.000 Fans auf Facebook.
Mimikama erläutert, dass das mit den Berichten über die mittlerweile entfernte Seite "Anonymous.Kollektiv", die nichts mit den Hacktivsten zu tun hat, zusammenhängt und deren Hetze gegen Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten. Anonymous.Kollektiv hat den Verein Mimikama in einer Hetzseite im Impressum genannt, um die Faktenchecker zu verschmähen, zuletzt ging man einen Schritt weiter und hat die Gründer des Vereins auch direkt namentlich im Impressum genannt.
Man bekomme nun Drohbriefe und zwar von Rechten wie von Linken: Den einen passen die Faktenchecks in Bezug auf die Flüchtlingsthematik nicht, die anderen meinen, die Betreiber von "Migrantenschreck" ausgemacht zu haben. Die Mimikama-Macher dazu: "Wenn dies so weiter geht, dann wird es Mimikama in dieser Form nicht mehr geben."
Angst um die Familien
Dennoch spielen die Betreiber von Mimikama nun mit dem Gedanken ans Aufhören, da man bedroht wird und die Teammitglieder Angst um ihre Familien haben: "Wir bekommen Drohungen und haben mittlerweile Angst das Büro zu verlassen. Früher war es so, dass auch meine Kinder uns im Büro besuchten. Heute trauen wir uns diese nicht mehr zu uns zu holen", so der Chef der Seite, dessen Namen wir an dieser Stelle bewusst nicht nennen.Mimikama erläutert, dass das mit den Berichten über die mittlerweile entfernte Seite "Anonymous.Kollektiv", die nichts mit den Hacktivsten zu tun hat, zusammenhängt und deren Hetze gegen Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten. Anonymous.Kollektiv hat den Verein Mimikama in einer Hetzseite im Impressum genannt, um die Faktenchecker zu verschmähen, zuletzt ging man einen Schritt weiter und hat die Gründer des Vereins auch direkt namentlich im Impressum genannt.
Man bekomme nun Drohbriefe und zwar von Rechten wie von Linken: Den einen passen die Faktenchecks in Bezug auf die Flüchtlingsthematik nicht, die anderen meinen, die Betreiber von "Migrantenschreck" ausgemacht zu haben. Die Mimikama-Macher dazu: "Wenn dies so weiter geht, dann wird es Mimikama in dieser Form nicht mehr geben."
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