Creative legt sich mit den großen Smartphone-Herstellern an
Kaum haben die großen Smartphone-Hersteller weitgehend aufgehört, ihren Konkurrenzkampf vor den Patentgerichten auszufechten, wird aus den hinteren Reihen geschossen. Die einst deutlich bekanntere Firma Creative versucht ein Verkaufsverbot für mehrere große Marken zu erwirken.
Bei der US-Handelskommission ITC ging dieser Tage eine Beschwerde ein, die vom Mutterunternehmen Creative Technology sowie der in den USA ansässigen Tochter Creative Labs stammt. Darin wird bemängelt, dass mehrere Smartphone-Hersteller gegen ein Patent verstoßen. Das könnte einen Import-Stopp für den US-Markt zur Folge haben.
In der Klageschrift werden Blackberry, HTC, Motorola, Lenovo, LG Electronics, Samsung, Sony und ZTE als mutmaßliche Patentverletzer gebrandmarkt - das sind im Grunde alle Namen, die auf dem US-Markt im Android-Bereich eine nennenswerte Rolle spielen. Dass Apple nicht mit in der Liste steht, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Kalifornier sich schon vor zehn Jahren mit Creative um das gleiche Patent gestritten haben. Damals ging es um den iPod. Apple zahlte für die Lizenzrechte damals 100 Millionen Dollar.
Man könnte meinen, diese sind nun alle und Creative braucht neue Einnahmen. Denn das ursprüngliche Kerngeschäft des Unternehmens ist in den zurückliegenden Jahren immer weiter zusammengeschrumpft. Wer einst ordentlichen Klang aus seinem Rechner holen wollte, kam an den Soundkarten des Anbieters kaum vorbei. Solche Produkte werden heute aber nur noch in Nischenbereichen benötigt.
Nun dürfte das Unternehmen darauf hoffen, zumindest das Patentportfolio noch ordentlich in klingende Münze umwandeln zu können. Das könnte auch relativ schnell gehen. Denn die großen Smartphone-Hersteller werden in dem hart umkämpften Markt wohl kaum ein Importverbot für den US-Markt riskieren wollen und im Zweifelsfall eher eine außergerichtliche Einigung anstreben.
Konkret geht es in der Sache um eine hierarchische Sortierung von Musiktiteln auf einem Wiedergabe-Gerät anhand der eingebetteten Meta-Daten zu Künstlern, Genres und anderen Kategorien.
In der Klageschrift werden Blackberry, HTC, Motorola, Lenovo, LG Electronics, Samsung, Sony und ZTE als mutmaßliche Patentverletzer gebrandmarkt - das sind im Grunde alle Namen, die auf dem US-Markt im Android-Bereich eine nennenswerte Rolle spielen. Dass Apple nicht mit in der Liste steht, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Kalifornier sich schon vor zehn Jahren mit Creative um das gleiche Patent gestritten haben. Damals ging es um den iPod. Apple zahlte für die Lizenzrechte damals 100 Millionen Dollar.
Man könnte meinen, diese sind nun alle und Creative braucht neue Einnahmen. Denn das ursprüngliche Kerngeschäft des Unternehmens ist in den zurückliegenden Jahren immer weiter zusammengeschrumpft. Wer einst ordentlichen Klang aus seinem Rechner holen wollte, kam an den Soundkarten des Anbieters kaum vorbei. Solche Produkte werden heute aber nur noch in Nischenbereichen benötigt.
Nun dürfte das Unternehmen darauf hoffen, zumindest das Patentportfolio noch ordentlich in klingende Münze umwandeln zu können. Das könnte auch relativ schnell gehen. Denn die großen Smartphone-Hersteller werden in dem hart umkämpften Markt wohl kaum ein Importverbot für den US-Markt riskieren wollen und im Zweifelsfall eher eine außergerichtliche Einigung anstreben.
Konkret geht es in der Sache um eine hierarchische Sortierung von Musiktiteln auf einem Wiedergabe-Gerät anhand der eingebetteten Meta-Daten zu Künstlern, Genres und anderen Kategorien.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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