Microsoft-Patent beschreibt erweiterte Funktionalität des Lockscreen

Der Redmonder Konzern hat vor einer Weile einen Patentantrag eingereicht, in dem man eine stark erweiterte Funktionalität des Startbildschirms beschreibt. Die "Rich Notifications" sollen auch bei gesperrtem Bildschirm bzw. Smartphone viele zusätzliche Informationen liefern, per Geste kann man diese auch erweitern und sich etwa anzeigen lassen, wessen Anruf man verpasst hat.
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USPTO
Der Patentantrag vor Microsoft wurde zwar bereits im Sommer 2014 beim United States Patent and Trademark Office (USPTO) eingereicht. Wie in solchen Fällen immer wieder üblich wurde das dazugehörige Dokument aber erst vor kurzen veröffentlicht und entdeckt, letzteres vom Blog MSPoweruser (via WinBeta).

Das darin beschriebene System erläutert der Redmonder Konzern mit dem Umstand, wonach derzeitige Lösungen nicht weit genug gehen. Denn aktuell würden Lockscreen-Informationen höchstens ein Symbol mit einer etwaigen Ziffer bieten, so Microsoft (zum Zeitpunkt des Antrags). Als Beispiel nennt man einen Briefumschlag mit einer Ziffer daneben, das zeigt neue Mails und deren Anzahl an. Ähnlich funktioniere das beim Wetter, auch hier ist es meist ein symbolisches Icon wie eine Wolke.

Microsoft-Patentantrag zu Rich NotificationsMicrosoft-Patentantrag zu Rich NotificationsMicrosoft-Patentantrag zu Rich NotificationsMicrosoft-Patentantrag zu Rich Notifications

Vertiefende Infos

Um die weiterführenden und vertiefenden Informationen zu bekommen, müsse man aber eine Reihe an Aktionen durchführen, man muss das Gerät entsperren und die entsprechende Anwendung öffnen.

Im Patentantrag beschreibt Microsoft aber diverse Ideen, wie man das alles direkt über den Lockscreen durchführen kann. Ein Beispiel ist die bereits erwähnte Schnellansicht für verpasste Anrufe, ein weiteres zeigt, wie man über das E-Mail-Symbol zu einer detaillierteren Vorschau des Inhaltes kommt.

In wie weit das eine Überschneidung mit bereits gängigen Methoden darstellt, ist eine Sache des Patentrechts, Android hat beispielsweise ja schon seit längerem ein auf den ersten Blick vergleichbares System. Allerdings sind in solchen Fällen auch winzige Details entscheidend, weshalb die Microsoft-Lösung nicht zwangsläufig hinfällig ist.
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