Facebook wirft Pegida-Frontfrau Festerling vorübergehend raus
Tatjana Festerling, selbsternannte Kämpferin für "Wahrheit, Meinungs- und Versammlungsfreiheit" und führende Kraft in der Dresdner Pegida-Gruppe, ist - vorübergehend - bei Facebook rausgeflogen. Schuld daran trägt natürlich die Bundesregierung.
Facebook stand über Monate von vielen Seiten in der Kritik, unzureichend auf die immer heftiger werdende menschenfeindliche Hetze auf seiner Plattform zu reagieren. Das Unternehmen lenkte letztlich ein und beauftragte unter anderem ein muttersprachliches Team eines Partners damit, Meldungen von Beiträgen und Kommentaren zu überprüfen. Und in der vergangenen Woche war Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Deutschland zu Besuch und räumte ein, dass sein Unternehmen in der Sache bisher keinen guten Job gemacht habe.
Insofern könnte es durchaus mehr als ein Zufall sein: Als die Pegida-Chefin Festerling gestern einen weiteren hetzenden Beitrag veröffentlichte, folgte kurz darauf die Sperrung. Den Text, in dem sie - wieder einmal - pauschal gegen Muslime wettert und für "Heimatverteidigung" wirbt, sieht sie hingegen als politischen Beitrag, der einer unkontrollierten Zensur anheim falle.
Aus dem Umfeld Festerlings kommen die üblichen Reaktionen: Man fühlt sich einmal mehr als Opfer von Willkür und der Unterdrückung von Meinungsfreiheit. Und auch sonst ist nichts zu lesen, was nicht schon viele tausend Male in die Kommentarspalten geschrieben wurde.
Facebooks neue Kommentarprüfung Zum Start erstmal ein Fail
Insofern könnte es durchaus mehr als ein Zufall sein: Als die Pegida-Chefin Festerling gestern einen weiteren hetzenden Beitrag veröffentlichte, folgte kurz darauf die Sperrung. Den Text, in dem sie - wieder einmal - pauschal gegen Muslime wettert und für "Heimatverteidigung" wirbt, sieht sie hingegen als politischen Beitrag, der einer unkontrollierten Zensur anheim falle.
Ein Monat Schreibverbot
Die komplette Sperrung der Seite diente aber wohl nur dem Zweck, diese in Ruhe einer genaueren Prüfung unterziehen zu können. Sie ist inzwischen wieder erreichbar, allerdings haben die Prüfer einige Beiträge gelöscht. Festerling wurden - quasi als Verwarnung - außerdem die Schreibrechte vorübergehend entzogen. Sie kann nun für 30 Tage keine Beiträge mehr veröffentlichen oder Kommentare schreiben. Die Pegida-Frontfrau will daher nun auf die russische Plattform VKontakte ausweichen. Diese dient schon seit einiger Zeit als Sammelstelle für Nutzer aus dem rechtsradikalen Milieu, da sie hier vor allem kaum eine Strafverfolgung zu befürchten haben.Aus dem Umfeld Festerlings kommen die üblichen Reaktionen: Man fühlt sich einmal mehr als Opfer von Willkür und der Unterdrückung von Meinungsfreiheit. Und auch sonst ist nichts zu lesen, was nicht schon viele tausend Male in die Kommentarspalten geschrieben wurde.
Facebooks neue Kommentarprüfung Zum Start erstmal ein Fail
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