Hacker gegen Islamfeindlichkeit:
Anonymous attackiert Pegida
Die Hackergruppe Anonymous hat angekündigt, die sogenannte Pegida-Bewegung mit digitalen Angriffen an der Verbreitung ihrer Botschaften hindern zu wollen. Eine Seite der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" wurde schon lahmgelegt.
Kurz nach der Ankündigung durch die Hackergruppe war dann eine erste Homepage, die mit Pegida im Zusammenhang steht, unfreiwillig vom Netz gegangen. Die Seite Kagida, hinter der eine Gruppierung der Pegida-Bewegung aus Kassel steckt, war laut der Analyse des Blogs Tarnkappe zunächst durch ein Sicherheitsleck des Webservers angegriffen worden. Inzwischen verhindert eine DDoS-Attacke, dass die Seite Anfragen bearbeiten kann.
Auch ein Pegida-Sprecher bestätigte gegenüber Spiegel Online, dass die Seite wegen einer "Distributed Denial of Service"-Attacke nicht mehr erreichbar ist, bei der der Webserver mit einer Flut von Anfragen in die Knie gezwungen wird. Dieser bezeichnet den Angriff von Anonymous als "einen schweren Eingriff in die Meinungsfreiheit". Wegen der Serverlast sei der Provider gezwungen gewesen, die Seite vom Netz zu nehmen. Es sei Strafanzeige gestellt worden.
Attacken gegen Pegida-Ableger
Wie das nur lose organisierte Hackernetzwerk Anonymous in gewohnter Art über Twitter, Pastebin und in einem YouTube-Video ankündigt, will man unter der Überschrift Operation Pegida, kurz #OpPegide, gegen die islamfeindliche Bewegung vorgehen - natürlich mit den üblichen Mitteln. So soll verhindert werden, dass Pegida das Internet weiter für "intolerante Panikmache" nutzen kann.Kurz nach der Ankündigung durch die Hackergruppe war dann eine erste Homepage, die mit Pegida im Zusammenhang steht, unfreiwillig vom Netz gegangen. Die Seite Kagida, hinter der eine Gruppierung der Pegida-Bewegung aus Kassel steckt, war laut der Analyse des Blogs Tarnkappe zunächst durch ein Sicherheitsleck des Webservers angegriffen worden. Inzwischen verhindert eine DDoS-Attacke, dass die Seite Anfragen bearbeiten kann.
Auch ein Pegida-Sprecher bestätigte gegenüber Spiegel Online, dass die Seite wegen einer "Distributed Denial of Service"-Attacke nicht mehr erreichbar ist, bei der der Webserver mit einer Flut von Anfragen in die Knie gezwungen wird. Dieser bezeichnet den Angriff von Anonymous als "einen schweren Eingriff in die Meinungsfreiheit". Wegen der Serverlast sei der Provider gezwungen gewesen, die Seite vom Netz zu nehmen. Es sei Strafanzeige gestellt worden.
Spiel mit Ängsten
Zuletzt konnte die Pegida-Bewegung mit ihren Inhalten in Dresden 18.000 Menschen auf die Straße bekommen. Gerade hier ist die von der Pegida propagierte "Islamisierung des Abendlandes" aber mit einfachen Zahlen zu widerlegen: In Dresden haben gerade einmal ein Prozent der Bevölkerung einen islamischen Hintergrund. Deutschlandweit liegt dieser Wert bei 5 Prozent. Anonymous richtet sich mit seiner Aktion deshalb auch ganz direkt an die Befürworter der Bewegung: "Ihr folgt den falschen Leuten aus den falschen Gründen".
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