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Tja, Pech: Sony 'klaut' PSN-Kunden gekaufte Inhalte - Lizenz abgelaufen

Sony löscht jetzt von Nutzern gekaufte Inhalte aus deren Bibliothek. Ein ablaufender Lizenzvertrag sorgt dafür, dass viele europäische Käufer ihren bezahlten Zugang zu über 550 Kinofilmen einfach verlieren. Deutsche Kunden ereilte dieses Schicksal bereits 2022.
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Sony

Verlust digitaler Filmsammlungen

Sony macht sich gerade durch die Streichung von PC-Ports seiner PlayStation-Spiele sowie durch Preiserhöhungen bei der PS5 unbeliebt. In der Folge verzeichnete die Konsole die schlechtesten Verkaufszahlen seit einem Vierteljahrhundert. Jetzt kommt noch ein weiterer Dämpfer hinzu. So löscht das Unternehmen Anfang September 2026 551 Filme des Produktionsunternehmens StudioCanal aus den Bibliotheken vieler europäischer Kunden. Nutzer, die das Material im PlayStation Store kostenpflichtig erworben haben, verlieren ersatzlos den Zugriff. Der Konzern begründet das Vorgehen mit auslaufenden Lizenzvereinbarungen.

Das Vorgehen erinnert Endanwender wieder einmal schmerzlich daran, dass der Kauf von digitalen Gütern oft nur dem Erwerb einer temporären Nutzungslizenz entspricht. In den Lizenzverträgen stimmen Käufer regelmäßig zu, dass Anbieter die Inhalte jederzeit entfernen dürfen. Zu den nun betroffenen Werken gehören namhafte Klassiker wie Terminator, Total Recall, Cliffhanger, From Dusk Till Dawn und Paddington.


Kein Neuland für deutsche Nutzer

Wie aus einer Mitteilung von PlayStation hervorgeht, wird das zuvor gekaufte Material vollständig aus den Konten gelöscht. Eine Entschuldigung oder das Angebot einer finanziellen Rückerstattung für die betroffenen Konsumenten fehlen in der Nachricht komplett. Deutsche Nutzer sind von der aktuellen Welle an Löschungen nicht betroffen. Sie ereilte dieses Schicksal schon vor mehreren Jahren. Bereits im Jahr 2022 entfernte der Konsolenhersteller hierzulande zahlreiche Filme von StudioCanal aus den Archiven der Käufer und nannte auch damals Lizenzkonflikte als Ursache.

Viele vergleichbare Fälle

StudioCanal ist ein bedeutendes europäisches Produktionshaus. Das Unternehmen hält die Rechte an mehr als 6000 Titeln. Die Verträge für den Vertrieb über externe Stores sind zeitlich befristet. Wenn diese Fristen enden, müssen die Anbieter die Titel aus dem Angebot nehmen. Sony verzichtet bei den aktuellen Titeln offensichtlich auf eine Vertragsverlängerung.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich auch im Jahr 2023 in den Vereinigten Staaten mit Inhalten des Senders Discovery. Damals kündigte Sony ebenfalls die massenhafte Löschung von gekauften Serien an. In letzter Minute konnte jedoch ein neuer Vertrag ausgehandelt werden, der den Verlust für die Anwender verhinderte.

Viele Kunden müssen sich nun darauf einstellen, dass ihre bezahlten Inhalte im Herbst unwiderruflich verschwinden. Das unterstreicht das grundlegende Risiko digitaler Medienbibliotheken. Der Konsument besitzt am Ende keine echten Eigentumsrechte an der erworbenen Kopie, sondern ist komplett von den Rechteinhabern und Vertriebsplattformen abhängig.

Kauft ihr noch digitale Filme oder setzt ihr lieber auf physische Medien? Teilt eure Meinungen und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Sony löscht hunderte Filme aus digitalen Bibliotheken vieler europäischer Kunden
  • Käufer verlieren den Zugriff auf bezahlte Inhalte ohne jegliche Entschädigung
  • Deutschen Nutzern wurde der Zugriff bereits vor mehreren Jahren entzogen
  • Der Konzern begründet die massenhafte Löschung mit auslaufenden Lizenzverträgen
  • Der Fall verdeutlicht das grundsätzliche Risiko digitaler Medienbibliotheken
  • Nutzer erwerben bei digitalen Gütern nur eine zeitlich begrenzte Nutzungslizenz
  • Käufer besitzen keine echten Eigentumsrechte an ihren erworbenen Filmen

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