Facebook: Team in Berlin soll nun deutsche Kommentare kontrollieren
Die anhaltende Kritik an Facebooks Umgang mit hetzerischen Kommentaren trägt nun tatsächlich Früchte. Entsprechende Einträge im deutschsprachigen Bereich werden zukünftig hierzulande einer Prüfung unterzogen. Mehrere hundert Personen sollen mit dieser Aufgabe betraut sein.
Die bisherige Praxis steht schon länger in der Kritik und in den letzten Monaten spitzte sich die Lage zu, als immer mehr Nutzer aus dem rechten politischen Spektrum das Social Network nutzten, um gegen zahlreiche Menschen zu pöbeln, zu beleidigen und zu hetzen, die nicht in ihr Weltbild passen.
Der Umgang Facebooks damit, war für viele nicht gerade zufriedenstellend. Die Probleme beruhten auf der einen Seite auf einem hierzulande als Missverhältnis verstandenen, US-amerikanisch geprägten Verständnis von Redefreiheit und Sexual-Moral. Teils dürften aber auch sprachliche Barrieren eine Hürde dargestellt haben, da selbst bei der Meldung strafrechtlich relevanter Inhalte die Reaktion lautete, diese würden nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Facebooks Team, das sich um gemeldete Inhalte kümmert, arbeitete bisher von vier Standorten aus, die in den USA, Irland und Indien lokalisiert sind.
Daher sollen nun Leute die Prüf-Aufgabe übernehmen, die hierzulande sozialisiert sind, berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Diese werden aber nicht bei Facebook selbst angestellt sein, sondern bei der Online-Agentur Arvato, die zum Bertelsmann-Konzern gehört. Diese suchte schon seit einiger Zeit nach so genannten "customer care agents" für ein "führendes soziales Netzwerk". Die neu eingestellten Leute sollen von Berlin aus arbeiten.
Hier werden aber nicht nur deutsche Muttersprachler aktiv sein. Immerhin ist Berlin ein guter Standort, um auch gleich entsprechende Mitarbeiter für andere Sprachen zu finden. So kümmert sich das neu entstehende Team auch um Inhalte auf Arabisch, Französisch, Schwedisch und Türkisch.
Der Umgang Facebooks damit, war für viele nicht gerade zufriedenstellend. Die Probleme beruhten auf der einen Seite auf einem hierzulande als Missverhältnis verstandenen, US-amerikanisch geprägten Verständnis von Redefreiheit und Sexual-Moral. Teils dürften aber auch sprachliche Barrieren eine Hürde dargestellt haben, da selbst bei der Meldung strafrechtlich relevanter Inhalte die Reaktion lautete, diese würden nicht gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Facebooks Team, das sich um gemeldete Inhalte kümmert, arbeitete bisher von vier Standorten aus, die in den USA, Irland und Indien lokalisiert sind.
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