Apple: "Die Kunden wollen, was wir nicht haben"
Beim Computerkonzern Apple wird intern durchaus kontrovers diskutiert, wie es mit dem iPhone weitergehen soll. "Die Verbraucher wollen etwas, das wir nicht haben", heißt es in einer entsprechenden Präsentation.
Dieses und andere Dokumente sind im Rahmen der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen Apple und Samsung um verschiedene Patente öffentlich geworden. Phil Schiller, der Marketing-Chef des Unternehmens, beklagte sich beispielsweise über die Werbestrategie. So berichtete er in einer E-Mail, dass er den Samsung-Werbespot gesehen habe, der im Rahmen des Superbowl ausgestrahlt wurde. "Das ist sehr gut und ich kann mir nicht helfen, aber ich glaube, diese Typen fühlen das", sagte er.
Gleichzeitig habe man es nicht geschafft, eine angemessene Antwort für das iPhone zu geben. "Das ist traurig, weil wir viel bessere Produkte haben", so Schiller weiter. Inzwischen erwägt man sogar, die Werbeagentur zu wechseln. Trotz der langjährigen Zusammenarbeit soll es dafür auch seitens des Konzernchefs Tim Cook inzwischen grünes Licht geben.
Als ein Grund ist die Nachfrage-Situation herausgestellt worde. Die Verbraucher hätten demnach gern preiswerte Smartphones mit großen Displays. Apple sei hier vor allem in dem am stärksten wachsenden Segment unter 300 Dollar überhaupt nicht vertreten. Hinzu kommt, dass man gleich noch mit Widerständen aus zwei Richtungen kämpfen muss: So habe die Android-Konkurrenz einerseits ihre Hardware deutlich verbessert und in einigen Fällen auch das Ökosystem. Und es werden - vor allem Samsung dürfte hier gemeint sein - "obszöne" Mengen an Geld in Werbung gesteckt.
Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber ein starkes Interesse daran haben, Apple Grenzen zu setzen, da das iPhone für sie nicht unbedingt das attraktivste Produkt ist. Immerhin müssen sie hier mehr in die Subventionierung von Geräten investieren und mehr Last auf ihren Netzen hinnehmen, während Apple ihnen klar die Rolle als eigentlicher Geschäftspartner des Nutzers streitig gemacht hat.
Gleichzeitig habe man es nicht geschafft, eine angemessene Antwort für das iPhone zu geben. "Das ist traurig, weil wir viel bessere Produkte haben", so Schiller weiter. Inzwischen erwägt man sogar, die Werbeagentur zu wechseln. Trotz der langjährigen Zusammenarbeit soll es dafür auch seitens des Konzernchefs Tim Cook inzwischen grünes Licht geben.
Haupt-Nachfrage wird nicht bedient
Aber nicht nur in Sachen Marketing weiß man bei Apple um die eigenen Schwächen, sondern auch, was die Produkte angeht. So arbeitet man verschiedene Punkte heraus, warum die Wachstumsrate der iPhone-Verkaufszahlen seit einiger Zeit immer weiter sinkt - auch wenn eine ständig weitergehendes Wachstum in gleicher Größenordnung bei höheren Zahlen kaum noch machbar ist.Als ein Grund ist die Nachfrage-Situation herausgestellt worde. Die Verbraucher hätten demnach gern preiswerte Smartphones mit großen Displays. Apple sei hier vor allem in dem am stärksten wachsenden Segment unter 300 Dollar überhaupt nicht vertreten. Hinzu kommt, dass man gleich noch mit Widerständen aus zwei Richtungen kämpfen muss: So habe die Android-Konkurrenz einerseits ihre Hardware deutlich verbessert und in einigen Fällen auch das Ökosystem. Und es werden - vor allem Samsung dürfte hier gemeint sein - "obszöne" Mengen an Geld in Werbung gesteckt.
Hinzu kommt, dass die Netzbetreiber ein starkes Interesse daran haben, Apple Grenzen zu setzen, da das iPhone für sie nicht unbedingt das attraktivste Produkt ist. Immerhin müssen sie hier mehr in die Subventionierung von Geräten investieren und mehr Last auf ihren Netzen hinnehmen, während Apple ihnen klar die Rolle als eigentlicher Geschäftspartner des Nutzers streitig gemacht hat.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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