Merkel nicht allein:
NSA bespitzelte 35 Staatslenker
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde bei weitem nicht als einzige Staatschefin vom US-Geheimdienst NSA bespitzelt. 35 ihrer Kollegen ist es nicht anders gegangen.
Das geht aus einem weiteren Dokument aus dem Snowden-Archiv hervor, über das die britische Tageszeitung The Guardian berichtet. Demnach wurden die führenden Vertreter anderer US-Behörden wie dem Weißen Haus, dem Außenministerium und dem Pentagon aufgefordert, der NSA Zugang zu den ihnen vorliegenden Telefonnummern ausländischer Politiker zu gewähren.
Im Ergebnis erhielt der Geheimdienst schließlich Handy-Nummern von 35 wichtigen Staatschefs, die allerdings nicht namentlich aufgeführt werden. Hinzu kamen auch die Nummern anderer hochrangiger Politiker, so dass sich die Zahl der überwachten Anschlüsse auf rund 200 beläuft. 43 Telefonnummern seien dem Geheimdienst im Vorfeld nicht bekannt gewesen. Diese wurden unmittelbar in die Überwachungssysteme der NSA eingepflegt.
Die fragliche Notiz datiert bereits auf den Oktober 2006 zurück. Die aus ihr resultierenden Nummern bildeten anschließend den Grundstock für einen weiteren Ausbau des Überwachungsnetzes. Denn anhand der von der NSA ausspionierten Verbindungsdaten ließ sich erkennen, welche anderen Anschlüsse für die jeweiligen Politiker wichtig und damit vielleicht ebenfalls lohnende Überwachungsobjekte sind.
Allerdings wird auch eingeräumt, dass insgesamt nur wenige Informationen gewonnen werden konnten, die von Bedeutung waren. Das dürfte daran liegen, dass es sich in der Regel nicht um die eigentlichen Dienst-Telefone handelte. Bei Merkel wurde beispielsweise das Telefon bespitzelt, über das sie Verbindung zur Bundestagsfraktion ihrer Partei hielt. Ihr steht darüber hinaus auch ein Gerät zur Verfügung, das um eine ganze Reihe von Sicherheits-Features und Verschlüsselungs-Tools erweitert wurde und für die eigentlich wichtigen Telefonate dient.
Im Ergebnis erhielt der Geheimdienst schließlich Handy-Nummern von 35 wichtigen Staatschefs, die allerdings nicht namentlich aufgeführt werden. Hinzu kamen auch die Nummern anderer hochrangiger Politiker, so dass sich die Zahl der überwachten Anschlüsse auf rund 200 beläuft. 43 Telefonnummern seien dem Geheimdienst im Vorfeld nicht bekannt gewesen. Diese wurden unmittelbar in die Überwachungssysteme der NSA eingepflegt.
Die fragliche Notiz datiert bereits auf den Oktober 2006 zurück. Die aus ihr resultierenden Nummern bildeten anschließend den Grundstock für einen weiteren Ausbau des Überwachungsnetzes. Denn anhand der von der NSA ausspionierten Verbindungsdaten ließ sich erkennen, welche anderen Anschlüsse für die jeweiligen Politiker wichtig und damit vielleicht ebenfalls lohnende Überwachungsobjekte sind.
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