HTC hat bald eigenes Smartphone-Betriebssystem
Getreu dem Motto "Software verkauft Hardware" will HTC mit seinen Smartphones nicht mehr länger in der Vielzahl der Android-Anbieter untergehen und entwickelt sein eigenes Betriebssystem.
Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen, die mit dem Projekt vertraut sind, berichtet, geht es dem Unternehmen dabei in erster Linie um den riesigen chinesischen Markt. Auf diesen soll das neue System komplett ausgerichtet sein und verfügt so beispielsweise entgegen westlich orientierten Systemen nicht über Twitter- oder Facebook-Integration, sondern setzt auf das in China populäre Weibo.
Die Entwicklung soll unter direkter Kontrolle von Cher Wang, der Aufsichtsratsvorsitzenden HTCs stehen. Diese steht auch in Kontakt zu chinesischen Behörden - was unweigerlich nötig ist, wenn man eine eigene Software-Umgebung im fraglichen Markt etablieren will.
Aber nicht nur darum geht es. China will ohnehin gern eigenständige Lösungen im Land verankern, um die Abhängigkeiten in Richtung USA so gering wie möglich zu halten. HTC kann hier als taiwanisches Unternehmen im gleichen Sprachraum sowohl mit einem technologischen Stand auf Weltniveau sowie Mitarbeitern, die den Kulturkreis sehr gut verstehen, punkten.
Aktuell ist in China Android sehr stark vertreten, was dem Staat ein Dorn im Auge ist. Denn Google hatte im Jahr 2010 aufgehört, seine Suchergebnisse wie ursprünglich vereinbart zu filtern und war deshalb gesperrt worden. Im chinesischen Play Store werden durch die Zensurmaßnahmen ebenfalls nur begrenzt Apps angeboten.
Aktuell ist unklar, ob HTC ein komplett eigenes, proprietäres Betriebssystem entwickelt oder ob man sich zumindest an den Kern von Android gehalten hat. Die Arbeiten sind aber offenbar schon weit fortgeschritten. Erste Prototypen sollen bereits nach China geschickt worden sein. Mit einer Markteinführung sei noch in diesem Jahr zu rechnen, hieß es.
Die Entwicklung soll unter direkter Kontrolle von Cher Wang, der Aufsichtsratsvorsitzenden HTCs stehen. Diese steht auch in Kontakt zu chinesischen Behörden - was unweigerlich nötig ist, wenn man eine eigene Software-Umgebung im fraglichen Markt etablieren will.
Aber nicht nur darum geht es. China will ohnehin gern eigenständige Lösungen im Land verankern, um die Abhängigkeiten in Richtung USA so gering wie möglich zu halten. HTC kann hier als taiwanisches Unternehmen im gleichen Sprachraum sowohl mit einem technologischen Stand auf Weltniveau sowie Mitarbeitern, die den Kulturkreis sehr gut verstehen, punkten.
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Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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