Abhöraffäre: Brit. Regierung hat Festplatten zerstört
Die britische Tageszeitung The Guardian, die den Fall Snowden und PRISM ins Rollen gebracht hat, erhebt schwere Vorwürfe gegen die britische Regierung: Diese habe die Veröffentlichung stoppen wollen und der Zeitung offen gedroht. Und mehr.
Als einen der "bizarrsten Momente in der Geschichte des Guardian" beschreibt Chefredakteur Alan Rusbridger die Aktion zweier Regierungsbeamter des Nachrichten- und Sicherheitsdienstes GCHQ (Government Communications Headquarters) im Keller der renommierten britischen Zeitung.
Nachdem sich das Blatt geweigert habe, die Dokumente zum Fall Snowden herauszurücken, hätten Mitarbeiter der Behörde im Keller des Verlagsgebäudes mehrere Festplatten zerstört, damit etwaige Geheimnisse nicht in die Hände fremder Agenten fallen können. Rusbridger empört sich dabei nicht nur über die Tat an sich, sondern vor allem auch "den besonders sinnlosen Symbolik, bei dem man nichts über das digitale Zeitalter verstanden hat" und spielte damit auf die Tatsache an, das man alle Dateien jederzeit und auf einfachste Weise (zur Sicherheit) kopieren kann.
Es gebe auch Kollegen, so der Guardian-Chefredakteur, die Snowden "verunglimpften" und der Ansicht sind, dass auch Reporter dem Staat vertrauen sollten, weil dieser es am besten wisse (was für seine Bürger gut ist). Diese würden einmal ein "böses Erwachen" haben: "Eines Tages wird es ihre Berichterstattung sein, ihre Sache, die angegriffen werden wird. Aber zumindest wissen Reporter nun, dass sie von Transitbereichen auf dem Flughafen Heathrow fernbleiben müssen."
Mit Rusbridgers Editorial greift die links-liberale Zeitung das Festhalten des Lebensgefährten des Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald auf dem Londoner Flughafen auf. Der Brasilianer David Miranda, der zwar kein Journalist ist, aber seinem Partner und PRISM-Aufdecker Greenwald bei Recherchen hilft, wurde am Wochenende neun Stunden lang nach britischen Anti-Terror-Gesetzen festgehalten und verhört. Sein elektronisches Equipment wurde beschlagnahmt.
Siehe auch: PRISM - Partner von Enthüllungsjournalist verhört
Nachdem sich das Blatt geweigert habe, die Dokumente zum Fall Snowden herauszurücken, hätten Mitarbeiter der Behörde im Keller des Verlagsgebäudes mehrere Festplatten zerstört, damit etwaige Geheimnisse nicht in die Hände fremder Agenten fallen können. Rusbridger empört sich dabei nicht nur über die Tat an sich, sondern vor allem auch "den besonders sinnlosen Symbolik, bei dem man nichts über das digitale Zeitalter verstanden hat" und spielte damit auf die Tatsache an, das man alle Dateien jederzeit und auf einfachste Weise (zur Sicherheit) kopieren kann.
Es gebe auch Kollegen, so der Guardian-Chefredakteur, die Snowden "verunglimpften" und der Ansicht sind, dass auch Reporter dem Staat vertrauen sollten, weil dieser es am besten wisse (was für seine Bürger gut ist). Diese würden einmal ein "böses Erwachen" haben: "Eines Tages wird es ihre Berichterstattung sein, ihre Sache, die angegriffen werden wird. Aber zumindest wissen Reporter nun, dass sie von Transitbereichen auf dem Flughafen Heathrow fernbleiben müssen."
Mit Rusbridgers Editorial greift die links-liberale Zeitung das Festhalten des Lebensgefährten des Enthüllungsjournalisten Glenn Greenwald auf dem Londoner Flughafen auf. Der Brasilianer David Miranda, der zwar kein Journalist ist, aber seinem Partner und PRISM-Aufdecker Greenwald bei Recherchen hilft, wurde am Wochenende neun Stunden lang nach britischen Anti-Terror-Gesetzen festgehalten und verhört. Sein elektronisches Equipment wurde beschlagnahmt.
Siehe auch: PRISM - Partner von Enthüllungsjournalist verhört
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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