NSA hat nach eigenen Aussagen sogar drei PRISMs
Der US-Geheimdienst NSA ist hinsichtlich der Namensfindung für seine Projekte entweder erschreckend einfallslos oder versucht gezielt, die Aufregung um seine Überwachungsprogramme durch Verwirrung zu zerstreuen.
Für Erstaunen hatten schon Aussagen der Bundesregierung gesorgt, dass die Bundeswehr nicht etwa schon mindestens seit 2011 vom Überwachungsprogramm PRISM wusste, sondern es sich dabei lediglich um ein zweites, namensgleiches System handelte, das zwar ebenfalls von der NSA stammt, aber der Telekommunikationsüberwachung in Afghanistan diene.
In einer Stellungnahme des US-Geheimdienstes an die Bundesregierung, das der Tageszeitung Die Welt vorliegt, ist nun davon die Rede, dass man sogar drei Programme namens PRISM betreibe. Das dürfte zumindest die Aussage der deutschen Politik untermauern, dass man bisher nichts von dem Programm, das vom Whistleblower Edward Snowden bekannt gemacht wurde, wusste.
Die NSA stellt die Lage nun so dar, dass es neben dem fraglichen System zur Analyse der Telekommunikations-Vorgänge eben jenes gebe, das für das US-Verteidigungsministerium geheimdienstliche Informationen in Afghanistan sammle. Als Drittes betreibe die NSA ein Informationsportal mit gleichem Namen, das nichts mit dem von Snowden bekannt gemachten System zu tun habe.
Hinsichtlich des eigentlichen PRISM-Überwachungsprogramms versuchte die NSA die Aufregung zu mildern. "Die NSA und der Rest der US-Regierung können dies nicht nutzen, um willkürlich den Inhalt privater Kommunikation von Bürgern anderer Nationen zu sammeln", zitierte die Zeitung das Dokument. Außerdem erfolge der Einsatz zielgerichtet und auf rechtlicher Basis.
Allerdings besteht der eigentliche Vorwurf auch gar nicht darin, dass die NSA komplette Telekommunikations-Inhalte speichern würde. Statt dessen geht es um die Erfassung von Telekommunikations-Vorgängen - also die Informationen darüber, wer wann mit wem und auf welchem Weg in Kontakt trat. Daraus lassen sich bereits umfassende Profile über die Persönlichkeit und das soziale Umfeld erstellen. Dass erst bei Auffälligkeiten auch die Inhalte gezielt ins Visier genommen werden, war bereits im Vorfeld klar.
In einer Stellungnahme des US-Geheimdienstes an die Bundesregierung, das der Tageszeitung Die Welt vorliegt, ist nun davon die Rede, dass man sogar drei Programme namens PRISM betreibe. Das dürfte zumindest die Aussage der deutschen Politik untermauern, dass man bisher nichts von dem Programm, das vom Whistleblower Edward Snowden bekannt gemacht wurde, wusste.
Die NSA stellt die Lage nun so dar, dass es neben dem fraglichen System zur Analyse der Telekommunikations-Vorgänge eben jenes gebe, das für das US-Verteidigungsministerium geheimdienstliche Informationen in Afghanistan sammle. Als Drittes betreibe die NSA ein Informationsportal mit gleichem Namen, das nichts mit dem von Snowden bekannt gemachten System zu tun habe.
Hinsichtlich des eigentlichen PRISM-Überwachungsprogramms versuchte die NSA die Aufregung zu mildern. "Die NSA und der Rest der US-Regierung können dies nicht nutzen, um willkürlich den Inhalt privater Kommunikation von Bürgern anderer Nationen zu sammeln", zitierte die Zeitung das Dokument. Außerdem erfolge der Einsatz zielgerichtet und auf rechtlicher Basis.
Allerdings besteht der eigentliche Vorwurf auch gar nicht darin, dass die NSA komplette Telekommunikations-Inhalte speichern würde. Statt dessen geht es um die Erfassung von Telekommunikations-Vorgängen - also die Informationen darüber, wer wann mit wem und auf welchem Weg in Kontakt trat. Daraus lassen sich bereits umfassende Profile über die Persönlichkeit und das soziale Umfeld erstellen. Dass erst bei Auffälligkeiten auch die Inhalte gezielt ins Visier genommen werden, war bereits im Vorfeld klar.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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