Map-Offensive: Apple kauft zwei Startups (Update)

Mit HotStop.com und Locationary.com hat Apple zum Wochenende gleich zwei Startups gekauft, die Mehrwert für Kartendienste versprechen. Cupertino scheint hart daran zu arbeiten, sein Map-Desaster vom vergangenen Jahr hinter sich zu lassen.
Maps, Wwdc, Apple iOS 6
Engadget
HotStop ist ein Service, der einen als Fußgänger, Fahrer oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an typische Ziele in fremden Städten navigieren soll. Bislang sind die meisten der zwei Millionen Nutzer in Nordamerika zu finden. In Deutschland sind aktuell nur Berlin/Brandenburg und Ulm in die Datenbank eingepflegt.

Welchen Dollar-Betrag Apple für den Dienst aufgewandt hat, blieb laut Finanzagentur Bloomberg zunächst offen. Sicher dürfte aber sein, dass die vorhandenen Daten zu lokalen Verbindungen und Geschäften möglichst bald in das Map-Material von Apple integriert werden.

Update: Gleich nach dem Kauf von HotStop hat Apple übrigens den App-Support für Windows Phone einstellen lassen, berichtet WindowsObserver. Die App verschwand demnach in aller Schnelle aus dem Windows Phone Store und auch auf der Homepage von HotStop suche man nun vergeblich nach dem Symbol für die Windows Phone-App. Man solle HotStop auf Windows Phones künftig über die für Mobil-Telefone optimierte Webseite nutzen, heißt es in den Hinweisen der Firma lapidar.

Auch Locationary sammelt Daten zu örtlichen Geschäften, sowohl von Nutzern als auch anderen Quellen eingepflegt. Das kanadische Unternehmen will zudem weiterführende Informationen zu Preisnachlässen, Jobangeboten und anderen aktuellen Angeboten liefern. Knapp 200 Millionen Geschäftsprofile hat dieses Startup bereits gesammelt. Apple bestätigte laut AllThingsD die Übernahme, machte aber wie gewohnt keine Angabe zum Kaufpreis.

Als Apple Ende letzten Jahres eine eigen Map-Anwendung lancierte und damit Google Konkurrenz machen wollte, endete dies zunächst in einem Debakel, für welches sich Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook sogar entschuldigen musste. Mittlerweile hat Cupertino zwar in vielen Bereichen nachgebessert, dabei aber wohl auch erkannt, dass Nutzer nicht nur den Verlauf von Straßen wissen wollen, sondern gerade auf Mobilgeräten gezielte Zusatzinformationen vom Kartenmaterial erwarten. Mit den Akquisitionen könnte ein Grundstein dafür im Apple-Universum gelegt worden sein. Spannend aber bleibt, wann die Neuerungen aus Nordamerika sich im europäischen Gebrauch maßgeblich niederschlagen.
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