Android: WLAN-Logins landen im Klartext bei Google
Wer Nutzern eines Android-Smartphones Zugang zu seinem WLAN gewährt, muss damit rechnen, dass das benötigte Passwort unverschlüsselt auf einem Server des Suchmaschinenkonzerns Google landet.
Einen entsprechenden Hinweis hinterließ Micah Lee, der Technikchef der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF), im Android-Entwicklerforum. Er erklärte an dieser Stelle, dass Google hier die Möglichkeit bieten sollte, dass die Nutzer ihre Backups auch verschlüsselt hochladen können.
Das Problem betrifft nicht nur die WLAN-Passwörter, die aber sicherlich eine besondere Rolle spielen. Wer in ihren Besitz kommt, kann sich immerhin in zahlreiche Netze einklinken - nicht nur in privaten Haushalten, sondern auch in vielen Unternehmen und Regierungsstellen. Aber auch andere persönliche Daten der Anwender, die die "Back up my data"-Option in Android aktiviert haben, landen ohne weiteren Schutz auf den Servern von Google.
Da die Backup-Funktion standardmäßig aktiviert ist, dürfte eine große Zahl von Smartphone-Nutzern nicht einmal wissen, was ihr Handy-Betriebssystem dort im Hintergrund tut. "Und weil Android so populär ist, ist es wahrscheinlich, dass Google über die Passwörter der meisten WLANs weltweit im Klartext verfügt", so Lee.
Wie der Entwickler weiter ausführte, zeige das von ihm beschriebene Problem, dass es schon einer großen Menge an Vertrauen in Google bedarf, Android ohne weiteres zu verwenden. Doch selbst wenn dieses Vertrauen gerechtfertigt wäre, weil Google seine Server ausreichend vor Eindringlingen schützen kann und auch selbst keinen Missbrauch mit den Daten betreibt, zeige die aktuelle Diskussion um die Überwachungsprogramme der Geheimdienste doch, dass diese problemlos die Herausgabe der gespeicherten Informationen verlangen können, ohne, dass der Nutzer davon etwas erfährt. Denn die Internet-Unternehmen sind laut der US-Gesetzeslage zum Stillschweigen verpflichtet, wenn beispielsweise der Geheimdienst NSA die Herausgabe der Daten verlangt.
Das Problem betrifft nicht nur die WLAN-Passwörter, die aber sicherlich eine besondere Rolle spielen. Wer in ihren Besitz kommt, kann sich immerhin in zahlreiche Netze einklinken - nicht nur in privaten Haushalten, sondern auch in vielen Unternehmen und Regierungsstellen. Aber auch andere persönliche Daten der Anwender, die die "Back up my data"-Option in Android aktiviert haben, landen ohne weiteren Schutz auf den Servern von Google.
Da die Backup-Funktion standardmäßig aktiviert ist, dürfte eine große Zahl von Smartphone-Nutzern nicht einmal wissen, was ihr Handy-Betriebssystem dort im Hintergrund tut. "Und weil Android so populär ist, ist es wahrscheinlich, dass Google über die Passwörter der meisten WLANs weltweit im Klartext verfügt", so Lee.
Wie der Entwickler weiter ausführte, zeige das von ihm beschriebene Problem, dass es schon einer großen Menge an Vertrauen in Google bedarf, Android ohne weiteres zu verwenden. Doch selbst wenn dieses Vertrauen gerechtfertigt wäre, weil Google seine Server ausreichend vor Eindringlingen schützen kann und auch selbst keinen Missbrauch mit den Daten betreibt, zeige die aktuelle Diskussion um die Überwachungsprogramme der Geheimdienste doch, dass diese problemlos die Herausgabe der gespeicherten Informationen verlangen können, ohne, dass der Nutzer davon etwas erfährt. Denn die Internet-Unternehmen sind laut der US-Gesetzeslage zum Stillschweigen verpflichtet, wenn beispielsweise der Geheimdienst NSA die Herausgabe der Daten verlangt.
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