Snowden will Asyl, befürchtet Folter & Todesstrafe
PRISM-Enthüller Edward Snowden hat in Russland offiziell Antrag auf temporäres Asyl gestellt und dies damit begründet, dass ihm in seinem Heimatland USA Folter und Todesstrafe drohen. Dies gab Anwalt Anatoli Kutscherena in Moskau bekannt.
"Er (Snowden) werde von der US-Regierung verfolgt - ich zitiere das, was er geschrieben hat -, und er bange um sein Leben und seine Sicherheit", wurde Kutscherena von der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Novosti zitiert. "Er habe Angst, dass Folter und die Todesstrafe gegen ihn angewendet werden."
Kutscherena geht demnach davon aus, dass dem Asylantrag wegen der schwierigen Lage stattgegeben werde. Aus dem Kreml verlautete unterdessen, Präsident Wladimir Putin werde sich voraussichtlich nicht persönlich mit dem Antrag befassen, sondern das Föderale Migrationsamt entscheiden lassen.
Nach bisherigen Angaben aus Moskau will Putin dem US-amerikanischen Auslieferungsgesuch in Sachen Snowden einen Riegel vorschieben. Um die diplomatischen Konsequenzen überschaubar zu halten, hofft Putin aber anscheinend darauf, dass Snowden über kurz oder lang tatsächlich Asyl in Südamerika wahrnimmt.
Wie dem 30-Jährigen die Reise um den halben Globus gelingen soll, ist allerdings nach wie vor völlig offen. Wikileaks-Gründer Julian Assange hängt schon seit mehr als einem Jahr in der Londoner Botschaft Ecuadors fest. Aus Sicht von Aktivisten dokumentiert seine Situation, dass die USA und ihre Verbündeten bei Geheimnisverrat keine juristischen Kompromisse machen wollen.
Kutscherena geht demnach davon aus, dass dem Asylantrag wegen der schwierigen Lage stattgegeben werde. Aus dem Kreml verlautete unterdessen, Präsident Wladimir Putin werde sich voraussichtlich nicht persönlich mit dem Antrag befassen, sondern das Föderale Migrationsamt entscheiden lassen.
Nach bisherigen Angaben aus Moskau will Putin dem US-amerikanischen Auslieferungsgesuch in Sachen Snowden einen Riegel vorschieben. Um die diplomatischen Konsequenzen überschaubar zu halten, hofft Putin aber anscheinend darauf, dass Snowden über kurz oder lang tatsächlich Asyl in Südamerika wahrnimmt.
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