Schlechter Witz? - NSA:
Eigene Mails nicht erfassbar
Der US-Geheimdienst NSA ist laut eigenen Angaben nicht in der Lage, berufliche E-Mails seiner Angestellten nach üblichen Kriterien zu scannen. Dies berichtet ArsTechnica und hinterlässt beim Betrachter derzeit starke Zweifel.
Die fabelhafte Story erzählt Justin Elliott, ein ausgewiesener Spezialist mit Fokus auf politische IT-Themen. Er war daran interessiert, im Zusammenhang mit einer TV-Doku von der National Security Agency zu erfahren, inwiefern die NSA mit dem National Geographic Channel wegen eines an sich unkritischen Beitrags über eine bestimmte Zeit kommuniziert habe, schreibt Elliot.
Zu seinem Erstaunen kam zwar schnell eine Antwort - die aber überraschte umso mehr. Denn bei ihm meldete sich gemäß der US-Auskunftspflicht für Behörden ("Freedom of Information Act") die NSA-Beauftragte Cindy Blacker. Sagen konnte sie nur: Das interne E-Mail-System sei "ein bisschen veraltet", die angeforderte Suche deshalb nicht durchführbar. Man könne nur Personensuchen erledigen, allerdings diese zeitlich nicht einschränken.
Elliot ließ natürlich nicht locker, kriegte dann auch von der NSA-Pressestelle nach eigenen Angaben ebenfalls eine Abfuhr. In seinem Erfahrungsbericht zitiert er alternativ zwei Experten für Informationsfreiheit, welche die Aussage der NSA anzweifeln. Ein Geheimdienst, der tagtäglich Millionen von Metadaten sammle, müsse in der Lage sein, auch die interne Kommunikation systematisch zu erfassen, so Mark Caramanica vom Komitee für Pressefreiheit.
Journalismus-Dekan Lucy Dalglish fügte aus Maryland hinzu, dass die NSA zumindest über die finanziellen Mittel verfüge, solche simplen Anfragen wie die von Elliot gesetzestreu zu erfüllen. Wer nach den Enthüllungen durch Whistleblower Edward Snowden über Prism und XKeyscore noch an geheimdienstlicher Doppelzüngigkeit zweifelt, könnte hier also ein weiteres Lehrbeispiel vorgeführt bekommen haben.
Zu seinem Erstaunen kam zwar schnell eine Antwort - die aber überraschte umso mehr. Denn bei ihm meldete sich gemäß der US-Auskunftspflicht für Behörden ("Freedom of Information Act") die NSA-Beauftragte Cindy Blacker. Sagen konnte sie nur: Das interne E-Mail-System sei "ein bisschen veraltet", die angeforderte Suche deshalb nicht durchführbar. Man könne nur Personensuchen erledigen, allerdings diese zeitlich nicht einschränken.
Elliot ließ natürlich nicht locker, kriegte dann auch von der NSA-Pressestelle nach eigenen Angaben ebenfalls eine Abfuhr. In seinem Erfahrungsbericht zitiert er alternativ zwei Experten für Informationsfreiheit, welche die Aussage der NSA anzweifeln. Ein Geheimdienst, der tagtäglich Millionen von Metadaten sammle, müsse in der Lage sein, auch die interne Kommunikation systematisch zu erfassen, so Mark Caramanica vom Komitee für Pressefreiheit.
Journalismus-Dekan Lucy Dalglish fügte aus Maryland hinzu, dass die NSA zumindest über die finanziellen Mittel verfüge, solche simplen Anfragen wie die von Elliot gesetzestreu zu erfüllen. Wer nach den Enthüllungen durch Whistleblower Edward Snowden über Prism und XKeyscore noch an geheimdienstlicher Doppelzüngigkeit zweifelt, könnte hier also ein weiteres Lehrbeispiel vorgeführt bekommen haben.
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