Facebook wegen Todesschuss-Video in der Kritik
Am Freitag wurde in Berlin ein Mann von der Polizei vor den Augen zahlreicher Passanten erschossen. Die Kritik richtet sich nun gegen Facebook und andere Web-Plattformen, auf denen der Vorfall dokumentiert wurde.
Der Fall wirft insbesondere in der Berliner Öffentlichkeit viele Fragen auf. Der Mann, der nach bisherigen Erkenntnissen psychisch krank war, hatte sich am Freitag am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus entkleidet und mit einem Brotmesser selbst Verletzungen zugefügt. Dabei verkündete er lauthals, der Messias zu sein. Als er sich einem Polizisten näherte und nicht auf Rufe reagierte, schoss der Beamte. Der Treffer in der Lunge endete tödlich.
Nun wird in der Bevölkerung diskutiert, wie es so weit kommen konnte. Denn Polizisten sollten eigentlich andere Mittel und Fähigkeiten zur Verfügung stehen, eine solche Lage zu entschärfen - insbesondere, da die Beamten vor Ort wohl speziell für solche Krisensituationen ausgebildet gewesen waren. Und selbst wenn in einer solchen Situation von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird, sollte beispielsweise ein Beinschuss den vermeintlichen Angreifer stoppen können.
In der Politik ist das Vorgehen der Polizei in dem Moment allerdings augenscheinlich kein Thema. Statt dessen wird Kritik laut, dass der Vorfall im Internet dokumentiert wird. Insbesondere ein Video, das über das Social Network Facebook unter zahlreichen Nutzern geteilt wurde, steht dabei im Mittelpunkt.
Der CDU-Medienpolitiker und Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer nannte es beispielsweise "menschenverachtend" ein solches Video zu veröffentlichen. "So etwas darf nicht gepostet werden. Wenn es etwas gibt, wo Facebook sofort reagieren muss, damit die Bilder aus dem Netz genommen werden, dann sind das solche Fälle", sagte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe).
Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU): "Offenbar reichen die technischen Instrumente und die Teams, die Inhalte der Seiten angeblich rund um die Uhr prüfen, nicht aus", sagte er gegenüber dem Magazin. Während hier vor allem Facebook angegriffen wird, ist es aber eigentlich die Videoplattform YouTube, auf der sich der Clip verbreitet. Dies wurde auch nicht dadurch verhindert, dass die Polizei vor Ort versuchte, Kameras und Mobiltelefone von Passanten, mit denen der Vorfall möglicherweise aufgenommen wurde, als Beweismittel zu beschlagnahmen.
Nun wird in der Bevölkerung diskutiert, wie es so weit kommen konnte. Denn Polizisten sollten eigentlich andere Mittel und Fähigkeiten zur Verfügung stehen, eine solche Lage zu entschärfen - insbesondere, da die Beamten vor Ort wohl speziell für solche Krisensituationen ausgebildet gewesen waren. Und selbst wenn in einer solchen Situation von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird, sollte beispielsweise ein Beinschuss den vermeintlichen Angreifer stoppen können.
In der Politik ist das Vorgehen der Polizei in dem Moment allerdings augenscheinlich kein Thema. Statt dessen wird Kritik laut, dass der Vorfall im Internet dokumentiert wird. Insbesondere ein Video, das über das Social Network Facebook unter zahlreichen Nutzern geteilt wurde, steht dabei im Mittelpunkt.
Der CDU-Medienpolitiker und Unions-Fraktionsvize Michael Kretschmer nannte es beispielsweise "menschenverachtend" ein solches Video zu veröffentlichen. "So etwas darf nicht gepostet werden. Wenn es etwas gibt, wo Facebook sofort reagieren muss, damit die Bilder aus dem Netz genommen werden, dann sind das solche Fälle", sagte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe).
Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU): "Offenbar reichen die technischen Instrumente und die Teams, die Inhalte der Seiten angeblich rund um die Uhr prüfen, nicht aus", sagte er gegenüber dem Magazin. Während hier vor allem Facebook angegriffen wird, ist es aber eigentlich die Videoplattform YouTube, auf der sich der Clip verbreitet. Dies wurde auch nicht dadurch verhindert, dass die Polizei vor Ort versuchte, Kameras und Mobiltelefone von Passanten, mit denen der Vorfall möglicherweise aufgenommen wurde, als Beweismittel zu beschlagnahmen.
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