NSA soll chinesische Backbones ausspioniert haben
China wird immer wieder vorgeworfen, die USA zu Spionage-Zwecken über das Internet anzugreifen. Doch auch in die andere Richtung geht es nicht gerade zurückhaltend zu.
Was bisher oft vermutet wurde, kann nun auch durch konkrete Fakten, die der ehemalige NSA-Auftragsarbeiter Edward Snowden der Tageszeitung South China Morning Post übergab, belegt werden. Demnach hat die NSA, der Telekommunikations-Geheimdienst des US-Militärs, beispielsweise gezielt die Tsinghua-Universität in Peking, eine der wichtigsten Bildungs- und Forschungseinrichtungen Chinas, attackiert.
Das von Snowden gelieferte Material gibt zwar keinen Überblick, wie oft die Universität zum Ziel der NSA wurde, verdeutlicht aber durchaus die Intensität der Spionage seitens der USA. So sollen Geheimdienst-Mitarbeiter sich im Januar allein an einem Tag Zugang zu 63 Rechnern der Pekinger Bildungseinrichtung verschafft haben.
Dass es sich um gezielte Hacks handelte, soll unter anderem klar werden, weil verschiedene Daten, wie etwa genaue Aufstellungen von externen und internen IP-Adressen in dieser Form nur durch einen Angriff oder durch einen physischen Zugang zu den Systemen zu erlangen wären.
Die Systeme der Tsinghua-Universität sind dabei für Schnüffler ein lohnenswertes Ziel. Immerhin sind hier nicht nur verschiedene wichtige Forschungsprojekte Chinas angesiedelt, sondern auch das China Education and Research Network (CERNET). In diesem laufen die sechs größten und wichtigsten Backbones des Landes zusammen. Wer an diesem Punkt Zugang hat, kann faktisch den gesamten Internet-Verkehr von Millionen Nutzern in China analysieren.
Und genau auf diese Knotenpunkte hatten die Spione der NSA es wohl abgesehen. Denn andere von Snowden veröffentlichte Informationen zeigten auch Angriffe des Geheimdienstes auf den Hong Kong Internet Exchange, an dem Hongkong mit verschiedenen Backbones der asiatischen Region verbunden ist.
Snowden wurde international bekannt, als er das NSA-Projekt PRISM öffentlich machte, in dessen Rahmen die NSA umfassende Spionage-Aktionen im Internet durchführte. Die ersten Leaks veröffentlichte Snowden, als er sich in Hongkong aufhielt und vorerst vor dem Zugriff der US-Justiz sicher war. Inzwischen soll er abgereist sein - vermutlich in Richtung Russland oder Kuba. In seinem Heimatland wird er von hochrangigen Politikern und Geheimdienstmitarbeitern in erster Linie als Verräter angesehen und muss damit rechnen, vor Gericht zu kommen, wenn die Behörden seiner habhaft werden.
Das von Snowden gelieferte Material gibt zwar keinen Überblick, wie oft die Universität zum Ziel der NSA wurde, verdeutlicht aber durchaus die Intensität der Spionage seitens der USA. So sollen Geheimdienst-Mitarbeiter sich im Januar allein an einem Tag Zugang zu 63 Rechnern der Pekinger Bildungseinrichtung verschafft haben.
Dass es sich um gezielte Hacks handelte, soll unter anderem klar werden, weil verschiedene Daten, wie etwa genaue Aufstellungen von externen und internen IP-Adressen in dieser Form nur durch einen Angriff oder durch einen physischen Zugang zu den Systemen zu erlangen wären.
Die Systeme der Tsinghua-Universität sind dabei für Schnüffler ein lohnenswertes Ziel. Immerhin sind hier nicht nur verschiedene wichtige Forschungsprojekte Chinas angesiedelt, sondern auch das China Education and Research Network (CERNET). In diesem laufen die sechs größten und wichtigsten Backbones des Landes zusammen. Wer an diesem Punkt Zugang hat, kann faktisch den gesamten Internet-Verkehr von Millionen Nutzern in China analysieren.
Und genau auf diese Knotenpunkte hatten die Spione der NSA es wohl abgesehen. Denn andere von Snowden veröffentlichte Informationen zeigten auch Angriffe des Geheimdienstes auf den Hong Kong Internet Exchange, an dem Hongkong mit verschiedenen Backbones der asiatischen Region verbunden ist.
Snowden wurde international bekannt, als er das NSA-Projekt PRISM öffentlich machte, in dessen Rahmen die NSA umfassende Spionage-Aktionen im Internet durchführte. Die ersten Leaks veröffentlichte Snowden, als er sich in Hongkong aufhielt und vorerst vor dem Zugriff der US-Justiz sicher war. Inzwischen soll er abgereist sein - vermutlich in Richtung Russland oder Kuba. In seinem Heimatland wird er von hochrangigen Politikern und Geheimdienstmitarbeitern in erster Linie als Verräter angesehen und muss damit rechnen, vor Gericht zu kommen, wenn die Behörden seiner habhaft werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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