ZXX-Font soll NSA-Schnüffelwerkzeuge ausbremsen
Ein neuer Font soll es den Systemen des US-Geheimdienstes NSA und anderer Spionage-Organisationen erschweren, Texte automatisiert auszuwerten. Entwickelt hat ihn ein Designer aus den USA.
Die großen Datenmengen, die unter anderem von der NSA täglich untersucht werden, können natürlich nicht von Menschen durchgesehen werden. In erster Linie sind hier automatisierte Systeme im Einsatz, die beispielsweise mit Verfahren aus der Künstliche Intelligenz-Forschung versuchen, Inhalte von Texten zu erfassen. Liegen diese nur in Form von Bildern vor, kommen OCR-Werkzeuge zum Einsatz.
Um diese auszubremsen hat Sang Mun von der Rhode Island School of Design nun einen Schriftsatz veröffentlicht, der nach ähnlichen Mechanismen funktioniert, wie die bekannten Captchas, die auf zahlreichen Webseiten das automatisierte Ausfüllen von Formularen verhindern sollen. Für ein Schrifterkennungssystem sind die einzelnen Zeichen erst einmal kaum zu identifizieren, Menschen können sie hingegen durchaus lesen - wenn auch nicht besonders flüssig.
Mun nennt seinen Font "ZXX" - in Anlehnung an die Kennzeichnung nichtsprachlicher Werke im Index der berühmten Library of Congress. Mit ihr sollen persönliche Mitteilungen so verfasst werden können, dass sie von der NSA, deren Spionage-Praktiken gegen Internet-Nutzer gerade breit publik wurden, nicht ohne weiteres mitgelesen werden können.
ZXX-Schriftsatz
Der Designer räumt allerdings ein, dass sein Font keineswegs völlige Sicherheit bietet. Denn ein OCR-Algorithmus, der auf die Schriftzeichen konditioniert ist, kann diese ebenso entziffern, wie jeden anderen Schriftsatz auch. Eine Alternative zur Verschlüsselung kann so also nicht funktionieren.
Mun sieht seine Veröffentlichung so auch eher als symbolischen Beitrag, den er als Designer für den Protest gegen die zunehmende Überwachung des Internets leisten kann. "ZXX ist ein Aufruf, aktiv zu werden - sowohl praktisch als auch symbolisch - um die Frage der Privatsphäre aufzuwerfen", erklärte der Designer. Die Aktion stehe daher nur für etwas Wichtigeres: Nämlich für die Auseinandersetzung, welche Rolle das Design dabei spielen kann, die Privatsphäre von Anwendern zu wahren.
Um diese auszubremsen hat Sang Mun von der Rhode Island School of Design nun einen Schriftsatz veröffentlicht, der nach ähnlichen Mechanismen funktioniert, wie die bekannten Captchas, die auf zahlreichen Webseiten das automatisierte Ausfüllen von Formularen verhindern sollen. Für ein Schrifterkennungssystem sind die einzelnen Zeichen erst einmal kaum zu identifizieren, Menschen können sie hingegen durchaus lesen - wenn auch nicht besonders flüssig.
Mun nennt seinen Font "ZXX" - in Anlehnung an die Kennzeichnung nichtsprachlicher Werke im Index der berühmten Library of Congress. Mit ihr sollen persönliche Mitteilungen so verfasst werden können, dass sie von der NSA, deren Spionage-Praktiken gegen Internet-Nutzer gerade breit publik wurden, nicht ohne weiteres mitgelesen werden können.
ZXX-Schriftsatz
Der Designer räumt allerdings ein, dass sein Font keineswegs völlige Sicherheit bietet. Denn ein OCR-Algorithmus, der auf die Schriftzeichen konditioniert ist, kann diese ebenso entziffern, wie jeden anderen Schriftsatz auch. Eine Alternative zur Verschlüsselung kann so also nicht funktionieren.
Mun sieht seine Veröffentlichung so auch eher als symbolischen Beitrag, den er als Designer für den Protest gegen die zunehmende Überwachung des Internets leisten kann. "ZXX ist ein Aufruf, aktiv zu werden - sowohl praktisch als auch symbolisch - um die Frage der Privatsphäre aufzuwerfen", erklärte der Designer. Die Aktion stehe daher nur für etwas Wichtigeres: Nämlich für die Auseinandersetzung, welche Rolle das Design dabei spielen kann, die Privatsphäre von Anwendern zu wahren.
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Christian Kahle
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