Anders als Jobs wollte Cook keine Samsung-Klage
Falke Steve Jobs und Taube Tim Cook: Wenn man politische Rhetorik heranzieht, dann waren dies die gegensätzlichen Standpunkte des ehemaligen bzw. jetzigen Chefs von Apple in Bezug auf Samsung. Cook war gegen die von Jobs forcierte Klage.
Wie die Nachrichtenagentur 'Reuters' unter Berufung auf Unternehmens-interne Quellen berichtet, war die Entscheidung von Apple bzw. Chef und Mitgründer Steve Jobs, juristisch gegen Samsung und Android vorzugehen, in der Führungsetage des kalifornischen Herstellers alles andere als unumstritten.
Jobs wollte bekanntlich den "thermonuklearen Krieg" ausrufen, Cook, damals Chief Operating Officer (COO) bei Apple, stellte sich dagegen. Grund war die 2005 beschlossene Partnerschaft zwischen den beiden IT-Größen. Damals suchte Apple einen Hersteller, der ausreichend Flash-Speicher herstellen konnte, seinerzeit dominierten bei den diversen iPod-Modellen noch klassische Festplatten, Apple war überzeugt, dass Flash die Zukunft gehören würde.
Wollte keinen (Patent-)Krieg: Tim Cook
Samsung wurde zum wichtigsten Apple-Zulieferer, bis heute: Im vergangenen Jahr lieferten die Koreaner diverse Bestandteile im Wert von (geschätzten) acht Milliarden Dollar nach Cupertino. Profitiert haben beide davon.
Allerdings gewann Samsung in den Folgejahren Marktanteile mit seinen Galaxy-Geräten, was Steve Jobs als Affront ansah, da er meinte, dass Samsung lediglich die Apple-Geräte kopieren würde. Es kam zu mehreren persönlichen Treffen zwischen den Top-Managern beiden Firmen, ein Kompromiss war aber nicht möglich.
Gespannte Beziehungen seit Anfang 2011
Doch der für das operative Geschäft zuständige Apple-Manager Cook, schon damals die Nummer zwei im Unternehmen, war gegen eine Klage: Als Grund nennt Reuters die für Apple "kritische Rolle" Samsungs als Zulieferer von Komponenten für iPhone und iPad.
Die Veröffentlichung des Galaxy S nahm Apple zwar noch (verärgert) hin, der Geduldsfaden von Jobs riss aber mit dem Anfang 2011 auf den Markt gebrachten Galaxy Tab, das für Apple ein klares iPad-Plagiat war. Eine Klagewelle war die Folge.
Wie Reuters schreibt, kommt es nun langsam zu einem juristischen "Patt" zwischen Apple und Samsung. Übrigens berichten die Quellen, dass die gerichtliche Auseinandersetzung "weniger giftig für die Beziehung" gewesen sei als es "Teile der Rhetorik suggerieren." Übrigens schätzen Branchenkenner, dass sich die beiden Unternehmen aufgrund zahlreicher Unterschiede im Geschäftsmodell und Zielgruppen bzw. -märkten demnächst wieder näherkommen könnten und eine "stille Kooperation statt eines offenen Krieges" beschließen könnten bzw. dürften.
Siehe auch: Samsung & Apple hängen Konkurrenz komplett ab
Jobs wollte bekanntlich den "thermonuklearen Krieg" ausrufen, Cook, damals Chief Operating Officer (COO) bei Apple, stellte sich dagegen. Grund war die 2005 beschlossene Partnerschaft zwischen den beiden IT-Größen. Damals suchte Apple einen Hersteller, der ausreichend Flash-Speicher herstellen konnte, seinerzeit dominierten bei den diversen iPod-Modellen noch klassische Festplatten, Apple war überzeugt, dass Flash die Zukunft gehören würde.
Wollte keinen (Patent-)Krieg: Tim Cook
Samsung wurde zum wichtigsten Apple-Zulieferer, bis heute: Im vergangenen Jahr lieferten die Koreaner diverse Bestandteile im Wert von (geschätzten) acht Milliarden Dollar nach Cupertino. Profitiert haben beide davon.
Allerdings gewann Samsung in den Folgejahren Marktanteile mit seinen Galaxy-Geräten, was Steve Jobs als Affront ansah, da er meinte, dass Samsung lediglich die Apple-Geräte kopieren würde. Es kam zu mehreren persönlichen Treffen zwischen den Top-Managern beiden Firmen, ein Kompromiss war aber nicht möglich.
Gespannte Beziehungen seit Anfang 2011
Doch der für das operative Geschäft zuständige Apple-Manager Cook, schon damals die Nummer zwei im Unternehmen, war gegen eine Klage: Als Grund nennt Reuters die für Apple "kritische Rolle" Samsungs als Zulieferer von Komponenten für iPhone und iPad.
Die Veröffentlichung des Galaxy S nahm Apple zwar noch (verärgert) hin, der Geduldsfaden von Jobs riss aber mit dem Anfang 2011 auf den Markt gebrachten Galaxy Tab, das für Apple ein klares iPad-Plagiat war. Eine Klagewelle war die Folge.
Wie Reuters schreibt, kommt es nun langsam zu einem juristischen "Patt" zwischen Apple und Samsung. Übrigens berichten die Quellen, dass die gerichtliche Auseinandersetzung "weniger giftig für die Beziehung" gewesen sei als es "Teile der Rhetorik suggerieren." Übrigens schätzen Branchenkenner, dass sich die beiden Unternehmen aufgrund zahlreicher Unterschiede im Geschäftsmodell und Zielgruppen bzw. -märkten demnächst wieder näherkommen könnten und eine "stille Kooperation statt eines offenen Krieges" beschließen könnten bzw. dürften.
Siehe auch: Samsung & Apple hängen Konkurrenz komplett ab
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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