Intel: Mooresches Gesetz gilt noch mind. 10 Jahre

Angesichts der immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung und der steigenden Komplexität in der Chipentwicklung taucht immer wieder die Frage auf, wie lange das Mooresche Gesetz noch Gültigkeit haben kann. Auf der Entwicklerkonferenz Intel Developer Forum (IDF) kam bei dem Thema allerdings keineswegs Unruhe auf.
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Die Regel besagt im Groben, dass sich die Zahl der Transistoren und die Leistungsfähigkeit von Prozessoren etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Postuliert wurde sie bereits vor Jahrzehnten von Intel-Gründer Gordon Moore und behielt im Wesentlichen bis heute ihre Gültigkeit.

Das wird sich so schnell auch nicht ändern, prognostizierte der für Prozesstechnologien zuständige Intel-Manager Mark Bohr. Seiner Ansicht nach kann es mindestens noch zehn Jahre weiter nach dem Mooreschen Gesetz gehen. Erst für den Zeitraum ab 2023 wollte er sich nicht mehr darauf festnageln lassen, dass es weiterhin seine Gültigkeit behält.

"Ich sehe in den nächsten zehn Jahren kein Ende für das Mooresche Gesetz", sagte er auf dem IDF. Er wolle auch nicht akzeptieren, dass es irgendwann einmal vorbei sein sollte, auch wenn diese Möglichkeit natürlich besteht. Diese Befürchtung treibt die Chip-Industrie allerdings schon eine lange Zeit um.

Bisher wurden durch die Entwicklung neuer Technologien und den Einsatz neuer Materialien aber immer wieder Wege gefunden, das bereits abzusehende Ende wieder ein gutes Stück nach hinten zu schieben. "Wir versuchen, in die langfristige Forschung zu investieren und schauen, welche weiteren Optionen sich für den Transistor ergeben", so Intel-Technologe Ian Alexander Young.
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