Disney+ erhöht schon wieder Preise:
Dienst nähert sich "Netflix-Niveau"

Disney+ verteuert ohne lange Vorwarnung das werbefreie Streaming-Abo in den USA um 13 Prozent. Der Konzern treibt so den Umsatz pro Nutzer voran, ohne neue Kunden gewinnen zu müssen. Der Start der teuren Tarife auch in Europa gilt als sicher.
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    US-Preise als teurer Vorbote

    Der Unterhaltungskonzern Walt Disney Company erhöht die Preise seiner Streaming-Dienste erneut. Kunden in den USA werden ab Mittwoch über einen Aufschlag von 13 Prozent für das werbefreie Disney+-Hauptabonnement informiert. Der Monatsbeitrag steigt auf 21,49 Dollar (etwa 18 Euro). Eine ähnliche Erhöhung könnte in den kommenden Monaten auch europäische Abonnenten treffen.

    Auch der parallel angebotene Dienst Hulu ohne Werbung wird teurer. Das Kombipaket beider Plattformen kostet künftig 21,99 Dollar (etwa 19 Euro) im Monat und damit nur 50 Cent mehr als das Disney+-Einzelabonnement. Disney baut zudem zunehmend Inhalte des übernommenen Senders Fox in seine Kataloge ein.


    Wie Bloomberg berichtet, will das Unternehmen die Einnahmen mit seiner bestehenden Kundschaft steigern. Der operative Gewinn der Unterhaltungssparte legte im dritten Quartal laut offiziellen Zahlen um 64 Prozent zu. Preiserhöhungen bergen allerdings das Risiko von Kündigungen.

    Regelmäßige Abo-Preisrunden

    Preiserhöhungen im Abstand von zwölf bis 18 Monaten sind in der Branche inzwischen üblich. Netflix verlangt in den USA für sein werbefreies Angebot mit 4K-Auflösung derzeit 26,99 Dollar (etwa 23 Euro). Mit dem neuen Tarif rückt Disney+ also weiter in das Hochpreissegment vor.

    Mit höheren Preisen können Anbieter den Umsatz pro Nutzer steigern, ohne neue Kunden gewinnen zu müssen. Zugleich kann die Kundenzufriedenheit sinken, wenn Qualität und Zahl neuer Inhalte nicht im gleichen Maß wie die Kosten steigen, und es hierzulande immer weiter Abstriche gibt.

    Für Deutschland gibt es bislang keine konkreten Angaben zu einer Preiserhöhung. In der Vergangenheit folgten Anpassungen in Europa häufig wenige Wochen bis Monate nach Änderungen in den USA.

    Wie geht ihr mit den ständigen Preiserhöhungen der Streaming-Dienste um? Zieht ihr eine Grenze oder wechselt ihr zu werbefinanzierten Tarifen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!

    Warum fehlt HDR & 4K bei Disney+?
    Disney+ hat nach einer gerichtlichen Niederlage gegen das Patentunternehmen InterDigital weitreichende Einschränkungen vorgenommen. Um einem Verkaufsverbot zu entgehen, wurden Premium-Features wie Dolby Vision, HDR10+, 3D und teilweise 4K-UHD in Europa deaktiviert.

    Hintergrund ist die angebliche Verletzung von Patenten zur Videokompression und Bildverbesserung. Da Disney die geforderten Lizenzgebühren nicht zahlen wollte, entschied man sich für die technische Beschneidung des Dienstes. Für IT-Nutzer bedeutet das aktuell einen spürbaren Qualitätsverlust beim Streaming.
    Gehen Chromecast und AirPlay noch?
    Auch das Übertragen von Inhalten vom Smartphone auf den Fernseher ist stark eingeschränkt. Im September 2026 stellte das Einheitliche Patentgericht (UPC) fest, dass Disney ein ursprünglich von Sony angemeldetes Patent zur Medienübertragung verletzt.

    Daraufhin hat Disney die Unterstützung für Google Cast (Chromecast) in Deutschland und den Niederlanden deaktiviert. Laut Medienberichten soll auch Apple AirPlay von diesen Einschränkungen betroffen sein. Wer Inhalte casten will, muss derzeit auf native Smart-TV-Apps ausweichen.
    Zusammenfassung
    • Disney erhöht US-Preise für das werbefreie Streaming um 13 Prozent
    • Monatliche Kosten für Disney+ steigen in den USA auf 21,49 Dollar an
    • Das Kombipaket mit Hulu kostet künftig nur 50 Cent mehr als Disney+
    • Europäische Abonnenten könnten die Erhöhungen demnächst ebenfalls treffen
    • Disney will die Einnahmen pro Abonnent trotz Kündigungsrisiken steigern
    • Patentstreitigkeiten führten in Europa bereits zu Feature-Verlusten

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