Google: EU nimmt jetzt auch Android unter die Lupe
Die Wettbewerbs-Abteilung der EU-Kommission nimmt sich nun auch die Online-Dienste des Suchmaschinenkonzerns Google vor, die sich an die Nutzer von Smartphones und Tablets richten. Denn auch hier hat das Unternehmen inzwischen eine marktbeherrschende Stellung erlangt.
Bisher beschäftigte man sich in Brüssel nur mit Beschwerden von Konkurrenten über einen missbrauch der dominanten Position am Markt für Suchmaschinen und Online-Werbung. Hier ging es unter anderem darum, ob Google seine eigenen Produkte in den Ergebnislisten der Suchmaschine besser positioniert als konkurrierende Dienste und versucht Werbetreibende in Exklusiv-Abkommen zu binden.
Der bei der EU-Kommission für Wettbewerbsfragen zuständige Kommissar Joaquín Almunia will in die Verhandlungen mit dem Konzern jetzt aber auch verschiedene Online-Dienste mit einbinden, berichtete die britische Wirtschaftszeitung 'Financial Times'. Hintergrund dessen ist die Marktführerschaft bei Smartphone-Betriebssystemen. Hier gibt es zu überprüfen, ob Google unter Android eigene Online-Angebote bevorzugt und damit den Wettbewerb verzerrt.
Der Fall wäre dann ähnlich gelagert wie das vor einem Jahrzehnt durchgeführte Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft: Hier ging es darum, dass der Software-Konzern seinem Browser Internet Explorer durch einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung bei PC-Betriebssystemen einen Wettbewerbsvorteil verschaffte.
Die Untersuchung der EU-Kommission ist noch nicht auf ein offizielles Verfahren hinausgelaufen. Sollte dies geschehen, könnten Geldbußen in Milliardenhöhe auf das Unternehmen zukommen. Der Konzern strebt bisher eine Einigung ohne Schuldeingeständnis an. Das heißt: Man versucht mit Änderungen der Geschäftspolitik auf die Kritikpunkte der Wettbewerbshüter einzugehen, ohne einzugestehen, bewusst die eigene Marktmacht ausgenutzt zu haben. Eric Schmidt, Aufsichtsratschef von Google, soll sich dafür allein in den letzten Wochen mehrfach mit Almunia getroffen haben.
Der bei der EU-Kommission für Wettbewerbsfragen zuständige Kommissar Joaquín Almunia will in die Verhandlungen mit dem Konzern jetzt aber auch verschiedene Online-Dienste mit einbinden, berichtete die britische Wirtschaftszeitung 'Financial Times'. Hintergrund dessen ist die Marktführerschaft bei Smartphone-Betriebssystemen. Hier gibt es zu überprüfen, ob Google unter Android eigene Online-Angebote bevorzugt und damit den Wettbewerb verzerrt.
Der Fall wäre dann ähnlich gelagert wie das vor einem Jahrzehnt durchgeführte Wettbewerbsverfahren gegen Microsoft: Hier ging es darum, dass der Software-Konzern seinem Browser Internet Explorer durch einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung bei PC-Betriebssystemen einen Wettbewerbsvorteil verschaffte.
Die Untersuchung der EU-Kommission ist noch nicht auf ein offizielles Verfahren hinausgelaufen. Sollte dies geschehen, könnten Geldbußen in Milliardenhöhe auf das Unternehmen zukommen. Der Konzern strebt bisher eine Einigung ohne Schuldeingeständnis an. Das heißt: Man versucht mit Änderungen der Geschäftspolitik auf die Kritikpunkte der Wettbewerbshüter einzugehen, ohne einzugestehen, bewusst die eigene Marktmacht ausgenutzt zu haben. Eric Schmidt, Aufsichtsratschef von Google, soll sich dafür allein in den letzten Wochen mehrfach mit Almunia getroffen haben.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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