Google Maps: Bundesamt verschleudert Daten

Ein im September des vergangenen Jahres abgeschlossener Deal zwischen Google und dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, welches dem Bundesinnenministerium untersteht, sorgt aktuell für Aufsehen.
Google Maps, Kartendienst, Stauwarner, Stauinformationen
Google
Die besagte Behörde hat es sich zur Aufgabe gemacht, Luftaufnahmen und Geodaten aus den deutschen Bundesländern zu erheben. Diese Daten werden unter anderem an Google weiter gegeben. Dort nutzt man die Informationen für den hauseigenen Kartendienst Maps.

Google bezahlt dafür eine Pauschale für Drittverwertungen an die Behörde. Insofern können tausende Webseitenbetreiber das Kartenmaterial, welches unter anderem vom Bundesamt stammt, verwenden, ohne etwas an das Amt zu bezahlen. Seit Kurzem ist die Nutzung des Kartenmaterials von Google unter bestimmten Umständen kostenpflichtig.

Das in Berlin ansässige Unternehmen Euro Cities hat jüngst eine Anzeige beim Bundesrechnungshof auf den Weg gebracht. In erster Linie fühlt man sich gestört daran, dass Wettbewerber in diesem Bereich nicht so bevorzugt wie Google behandelt werden.

Weil das Bundesamt diesbezüglich keine Einnahmen von den einzelnen Webseiten-Betreibern, die auf das erwähnte Kartenmaterial setzen, verzeichnet, entgehen der Staatskasse erhebliche Einnahmen, heißt es von Kritikern. Wie viel Google an das Bundesamt pro Jahr bezahlt, ist nicht näher bekannt. Es wird von etwa 30.000 US-Dollar ausgegangen, schreibt die 'Wirtschaftswoche'.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!