Ubi Launcher 2.0: Steam-Konkurrent gestartet

Ubisoft hat eine neue Version seines Ubi Launchers veröffentlicht. Größte Neuerung: Ab sofort können Spiele auch online gekauft werden. Damit beschreitet der Publisher einen ähnlichen Weg wie Origin oder Steam.
Logo, Ubisoft, Publisher
Ubisoft
Hauptmerkmal des neuen Ubi Launchers in der Version 2.0 ist die Möglichkeit, Spiele direkt über die Online-Plattform zu kaufen und anschließend herunterzuladen. Neben dem aktuellen Sortiment des Publishers können auch einige Demos heruntergeladen werden. Es gibt eine Free-to-Play-Sektion, kommende Veröffentlichungen wie Far Cry 3 oder Assassin's Creed 3 lassen sich ebenfalls vorbestellen.

Neu sind außerdem soziale Funktionen wie ein Chat oder Freundeslisten. Spielstände werden nun, ähnlich wie bei Steam, online abgelegt und sind so von jedem Computer aus erreichbar. Das bereits bekannte Erspielen von Ubi-Punkten ist auch weiterhin möglich. Diese können dazu genutzt werden, zusätzliche Spiele-Inhalte freizuschalten.

Bisher werden ausschließlich von Ubisoft vertriebene Spiele über die Plattform verkauft. Ähnlich wie bei EAs Origin kann man jedoch davon ausgehen, dass sich Ubisoft seinen Anteil an diesem lukrativen Geschäft nicht entgehen lassen will und künftig auch Spiele von Drittherstellern ins Angebot aufnehmen wird.

Mit der neuen Version des Launchers wagt Ubisoft einen ersten Schritt auf den bereits jetzt hart umkämpften Markt der Online-Spiele-Distribution. Ob das Unternehmen aber zu Branchengrößen wie Steam, GOG, Origin oder Games for Windows Live aufschließen kann, bleibt abzuwarten.

In der Vergangenheit hatte der Ubi Launcher immer wieder mit heftiger Kritik zu kämpfen: Die bislang vornehmlich als Kopierschutz eingesetzte Software hatte bei vielen Spielen eine permanente Online-Verbindung erforderlich gemacht. Durch Serverausfälle waren legal gekaufte Spiele wie Assassin's Creed 2 so tagelang nicht nutzbar. Nach heftiger Kritik hatte Ubisoft diese Restriktionen jedoch wieder gelockert.

Siehe auch: Ubisoft lockert offenbar umstrittenen Kopierschutz
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