Apple & Zulieferer:
NYT erhebt schwere Vorwürfe
Laut einem Bericht der renommierten US-Tageszeitung 'New York Times' erheben (etliche) ehemalige und aktuelle Apple-Manager schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen: Apple soll die widrigen Produktionsbedingungen in China seit Jahren bewusst ignorieren.
"In China, Human Costs Are Built Into an iPad" titelt die angesehene 'New York Times' (NYT), was so viel bedeutet wie "In China werden iPads auf Kosten von Menschenleben gebaut". In der Story erheben etliche ehemalige, aber auch aktuelle Manager und Mitarbeiter des Unternehmens schwere Vorwürfe gegen den iPad- und iPhone-Hersteller.
"Wir wissen seit vier Jahren über Missstände bei den Arbeitsbedingungen mancher Fabriken Bescheid und es gibt sie nach wie vor", sagte eine ehemalige Führungskraft des Unternehmens, die (wie die meisten anderen Quellen) anonym bleiben wollte. "Warum? Weil das System gut für uns funktioniert. Die Zulieferer würden von heute auf morgen alles ändern, wenn Apple ihnen sagen würde, dass sie keine andere Wahl haben."
Mitte Januar hat Apple seinen 'Zulieferer-Report' veröffentlicht. Dort stellt das Unternehmen unter anderem fest, dass man eine Null-Toleranz-Politik zum Thema Kinderarbeit habe. 2011 seien insgesamt 229 Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt, rund 80 Prozent mehr als noch 2010. Dabei habe man sechs aktuelle und 13 vergangene Fälle von Kinderarbeit entdecken können, was die Apple-Führungskräfte als "dramatische Verbesserung" (CEO Tim Cook) bezeichneten.
Apple gibt an, dass man von Zulieferern verlange, dass gemeldete oder festgestellte Probleme innerhalb von 90 Tagen gelöst werden müssen. Bei mehrfachen Verstößen würde Apple die Geschäftsbeziehungen mit dem entsprechenden Produktionspartner einstellen.
Dem widersprechen allerdings laut NYT gleich mehrere Top-Mitarbeiter des Unternehmens: "Wenn man Jahr für Jahr dasselbe Muster an Problemen sieht, dann bedeutet das, dass das Unternehmen sie ignoriert statt sie zu lösen", sagte ein ehemaliger Mitarbeiter, der angibt, direkte Kenntnis über Apples "Supplier Responsibility Group" zu haben. "Zuwiderhandlungen werden toleriert, solange der Zulieferer verspricht, sich das nächste Mal mehr Mühe zu geben. Wenn wir es wirklich ernstmeinten, würden schwere Verstöße verschwinden."
Li Mingqi, ein ehemaliger Manager bei Foxconn, bestätigte diese Vorwürfe und sagte, dass Apple das Interesse an Arbeitsbedingungen verliere, sobald ein Vertrag mit einem Zulieferer abgeschlossen ist. Allerdings sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass sich Li Mingqi derzeit in einem Rechtsstreit mit Foxconn befindet, er hat den Zulieferbetrieb wegen der Umstände seiner Kündigung verklagt.
Der NYT-Artikel beschäftigt sich auch ausführlich mit zwei Vorfällen, die sich vergangenes Jahr in (unterschiedlichen) Fabriken bei der iPad-2-Produktion ereignet haben: Dabei war es zu Explosionen gekommen, die durch Aluminium-Staub ausgelöst worden sind. Dabei sind vier Menschen ums Leben gekommen und etliche verletzt worden. Und das obwohl Apple zuvor über die Gefahren von Aluminium-Staub gewarnt worden ist.
Nach Angaben eines weiteren ehemaligen Mitarbeiters sei die notorische Geheimniskrämerei von Apple das Haupthindernis für eine etwaige Verbesserung der Arbeitsbedingungen: "Wir hatten diese Unterhaltung bereits hunderte Male. Es gibt eine aufrichtige und firmenweite Verpflichtung zum Verhaltenskodex. Diesen auf die nächste Stufe zu heben und echte Veränderungen herbeizuführen steht aber im Konflikt mit den Firmengeheimnissen und Geschäftszielen."
"Wir wissen seit vier Jahren über Missstände bei den Arbeitsbedingungen mancher Fabriken Bescheid und es gibt sie nach wie vor", sagte eine ehemalige Führungskraft des Unternehmens, die (wie die meisten anderen Quellen) anonym bleiben wollte. "Warum? Weil das System gut für uns funktioniert. Die Zulieferer würden von heute auf morgen alles ändern, wenn Apple ihnen sagen würde, dass sie keine andere Wahl haben."
Mitte Januar hat Apple seinen 'Zulieferer-Report' veröffentlicht. Dort stellt das Unternehmen unter anderem fest, dass man eine Null-Toleranz-Politik zum Thema Kinderarbeit habe. 2011 seien insgesamt 229 Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt, rund 80 Prozent mehr als noch 2010. Dabei habe man sechs aktuelle und 13 vergangene Fälle von Kinderarbeit entdecken können, was die Apple-Führungskräfte als "dramatische Verbesserung" (CEO Tim Cook) bezeichneten.
Apple gibt an, dass man von Zulieferern verlange, dass gemeldete oder festgestellte Probleme innerhalb von 90 Tagen gelöst werden müssen. Bei mehrfachen Verstößen würde Apple die Geschäftsbeziehungen mit dem entsprechenden Produktionspartner einstellen.
Dem widersprechen allerdings laut NYT gleich mehrere Top-Mitarbeiter des Unternehmens: "Wenn man Jahr für Jahr dasselbe Muster an Problemen sieht, dann bedeutet das, dass das Unternehmen sie ignoriert statt sie zu lösen", sagte ein ehemaliger Mitarbeiter, der angibt, direkte Kenntnis über Apples "Supplier Responsibility Group" zu haben. "Zuwiderhandlungen werden toleriert, solange der Zulieferer verspricht, sich das nächste Mal mehr Mühe zu geben. Wenn wir es wirklich ernstmeinten, würden schwere Verstöße verschwinden."
Li Mingqi, ein ehemaliger Manager bei Foxconn, bestätigte diese Vorwürfe und sagte, dass Apple das Interesse an Arbeitsbedingungen verliere, sobald ein Vertrag mit einem Zulieferer abgeschlossen ist. Allerdings sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass sich Li Mingqi derzeit in einem Rechtsstreit mit Foxconn befindet, er hat den Zulieferbetrieb wegen der Umstände seiner Kündigung verklagt.
Der NYT-Artikel beschäftigt sich auch ausführlich mit zwei Vorfällen, die sich vergangenes Jahr in (unterschiedlichen) Fabriken bei der iPad-2-Produktion ereignet haben: Dabei war es zu Explosionen gekommen, die durch Aluminium-Staub ausgelöst worden sind. Dabei sind vier Menschen ums Leben gekommen und etliche verletzt worden. Und das obwohl Apple zuvor über die Gefahren von Aluminium-Staub gewarnt worden ist.
Nach Angaben eines weiteren ehemaligen Mitarbeiters sei die notorische Geheimniskrämerei von Apple das Haupthindernis für eine etwaige Verbesserung der Arbeitsbedingungen: "Wir hatten diese Unterhaltung bereits hunderte Male. Es gibt eine aufrichtige und firmenweite Verpflichtung zum Verhaltenskodex. Diesen auf die nächste Stufe zu heben und echte Veränderungen herbeizuführen steht aber im Konflikt mit den Firmengeheimnissen und Geschäftszielen."
Thema:
Foxconns Aktienkurs in Euro
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