Ex-Samsung-Manager plauderte iPad-Interna aus
Ein ehemaliger Manager des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung hat in einem Verfahren wegen Insider-Handels ausgesagt, vorab Informationen über Apples Tablet-System iPad an Vertreter aus der Finanzbranche weitergegeben zu haben.
In der Sache steht ein hochrangiger Manager des Finanzanalysten Primary Global Research (PGR) vor Gericht. Dieser soll Informationen, die er von Informanten unter der Hand erhielt, eingesetzt haben, um seinen Kunden zu Vorteilen bei Spekulationsgeschäften an der Börse zu helfen.
Einer seiner Tipp-Geber, Suk-Joo Hwang, der bis Juni in der US-Niederlassung von Samsung tätig war, sagte nun unter der Zusicherung der Immunität aus, dass er interne Informationen über das iPad an den Angeklagten weitergegeben hat. Die beiden hatten sich laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur 'Bloomberg' im Dezember 2009 - also vier Monate vor der Vorstellung der ersten Version des Tablets durch Apple - zum Essen getroffen.
Mit von der Partie war noch ein Hedgefond-Manager, der bisher lediglich als "Greg" bekannt ist. Beide hätten bis dahin nichts von den Plänen Apples gewusst und seien begeistert gewesen, erklärte Hwang im Zeugenstand. Auf seine Bitte, die Information für sich zu behalten, hätte der Angeklagte genickt.
Über den Informanten erfuhr der PGR-Manager so die Display-Größe, mit der das iPad ausgestattet sein sollte. Immerhin wurden die Panels zum Teil von Samsung hergestellt. Auch über die Prognosen für die Verkaufszahlen habe Hwang mit seinen beiden Tischnachbarn gesprochen.
Er führte weiterhin aus, dass er schließlich einen anderen Besucher des Restaurants am Nebentisch bemerkte, der ihn offenbar beobachtete. "Das erste, was mir durch den Kopf schoss, war: 'Mist, ich habe zu laut gesprochen'". Er befürchtete, dass der Lauscher ein Apple-Mitarbeiter war. Dafür gibt es zwar keine Belege, allerdings verlor Samsung nur zwei Monate nach dem Vorfall einen Lieferauftrag von Apple.
Hwang führte während seiner Aussage weiterhin aus, dass er die Informationen keineswegs aus Selbstzweck weitergegeben habe. Parallel zu seiner Tätigkeit bei Samsung wurde er von PGR als anonymer Berater geführt. Vorsichtshalber wollte er nach den Geschehnissen nicht mehr weitermachen. Als sein Honorar allerdings von 200 auf 350 Dollar pro Stunde aufgestockt worden war, blieb er noch ein halbes Jahr länger im Geschäft.
Einer seiner Tipp-Geber, Suk-Joo Hwang, der bis Juni in der US-Niederlassung von Samsung tätig war, sagte nun unter der Zusicherung der Immunität aus, dass er interne Informationen über das iPad an den Angeklagten weitergegeben hat. Die beiden hatten sich laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur 'Bloomberg' im Dezember 2009 - also vier Monate vor der Vorstellung der ersten Version des Tablets durch Apple - zum Essen getroffen.
Mit von der Partie war noch ein Hedgefond-Manager, der bisher lediglich als "Greg" bekannt ist. Beide hätten bis dahin nichts von den Plänen Apples gewusst und seien begeistert gewesen, erklärte Hwang im Zeugenstand. Auf seine Bitte, die Information für sich zu behalten, hätte der Angeklagte genickt.
Über den Informanten erfuhr der PGR-Manager so die Display-Größe, mit der das iPad ausgestattet sein sollte. Immerhin wurden die Panels zum Teil von Samsung hergestellt. Auch über die Prognosen für die Verkaufszahlen habe Hwang mit seinen beiden Tischnachbarn gesprochen.
Er führte weiterhin aus, dass er schließlich einen anderen Besucher des Restaurants am Nebentisch bemerkte, der ihn offenbar beobachtete. "Das erste, was mir durch den Kopf schoss, war: 'Mist, ich habe zu laut gesprochen'". Er befürchtete, dass der Lauscher ein Apple-Mitarbeiter war. Dafür gibt es zwar keine Belege, allerdings verlor Samsung nur zwei Monate nach dem Vorfall einen Lieferauftrag von Apple.
Hwang führte während seiner Aussage weiterhin aus, dass er die Informationen keineswegs aus Selbstzweck weitergegeben habe. Parallel zu seiner Tätigkeit bei Samsung wurde er von PGR als anonymer Berater geführt. Vorsichtshalber wollte er nach den Geschehnissen nicht mehr weitermachen. Als sein Honorar allerdings von 200 auf 350 Dollar pro Stunde aufgestockt worden war, blieb er noch ein halbes Jahr länger im Geschäft.
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Christian Kahle
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