BP: Protest aus dem Netz und Chef auf YouTube

Wirtschaft & Firmen Die Unzufriedenheit Vieler mit der Unfähigkeit des Mineralölkonzerns BP, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einzudämmen, ruft auch bei Internetnutzern zunehmend Protest hervor. Zumeist beschränkt sich dieser noch auf entsprechende Äußerungen in Social Networks. Aber auch öffentliche Aktionen werden inzwischen geplant. So beispielsweise jene von Adam Quirk, der die wohl beiden meist diskutierten Themen dieses Sommers miteinander verbinden will.

Über eine Projektseite hat Quirk begonnen Spenden zu sammeln. Von dem Geld will er hundert Vuvuzelas kaufen, mit denen schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ein monotoner Lärm-Teppich über die sonst zu hörende Stadionatmosphäre gelegt wurde.

Weiterhin sollen von den Spenden hundert Leute angeheuert werden, die einen kompletten Arbeitstag lang vor dem BP-Konzernsitz in die Vuvuzelas blasen und die Vorstände des Unternehmens so mit dem nervtötenden Klang unter Druck setzen. Kommt genug Geld zusammen, will Quirk diese Aktion so lange weiterführen, bis das Bohrloch gestopft ist.

Angesichts des schweren Image-Schadens, den BP inzwischen unter den Internet-Nutzern auf sich gezogen hat, versucht das Unternehmen nun gegenzusteuern. So will sich Konzernchef Bob Dudley heute auf einer via YouTube ausgestrahlten Sendung den Fragen der User stellen.

Über den Kanal CitizenTube können dort Anfragen hinterlassen werden, mit denen sich Dudley öffentlich auseinandersetzen will. Moderiert wird die Sendung vom TV-Nachrichtensprecher Ray Suarez. Die Übertragung soll heute um 21:30 MEZ beginnen.
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