Solid-State-Akku: BYD bestätigt erste Feststoffbatterie-E-Autos für 2027

Der chinesische Autobauer BYD plant für das Jahr 2027 den Start seines ersten Fahrzeugs mit hauseigenem Feststoffakku. Die Technologie verspricht deutlich mehr Reichweite, steht aber vor großen Produktionshürden. Der Druck auf BMW, VW & Co. wächst.
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WinFuture/KI-generiert

    BYD plant Feststoffakku für 2027

    Der chinesische Automobilhersteller BYD ist weiter auf dem Vormarsch. Während das Unternehmen seine Super-Charger nach Europa bringt und sein Ladenetz weiter ausbaut, will der Konzern eigenen Angaben zufolge schon nächstes Jahr die ersten E-Autos mit einer hauseigenen Feststoffbatterie produzieren. Executive Vice President Stella Li bestätigte die Pläne am Rande einer Veranstaltung im spanischen Valencia. Die ersten Exemplare sollen jedoch primär als Technologiedemonstrator dienen und die Machbarkeit der neuen Speichertechnologie unter realen Bedingungen beweisen.

    BYD forscht bereits seit 2016 an der Technologie und fokussiert sich auf Sulfid-basierte Feststoffakkus. Das System bietet eine hohe Ionenleitfähigkeit und zielt auf eine Energiedichte von 400 Wattstunden pro Kilogramm ab. Das ist mehr als das Doppelte der aktuell verbauten Lithium-Eisenphosphat-Akkus, die unter dem Namen Blade Batterie bekannt sind. Ein erster Prototyp erreichte in Tests bereits eine Reichweite von 1218 Kilometern nach dem chinesischen CLTC-Standard.


    Produktionskosten senken

    Wie Li in einem Interview mit carwow.es auf YouTube erklärt, erforscht das Unternehmen nicht nur die Zellchemie, sondern auch die Fertigungskapazitäten. Die Produktion bringt noch immer ingenieurtechnische Herausforderungen mit sich. Sulfide reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und können bei Kontakt giftigen Schwefelwasserstoff bilden. Die Ausdehnung der Elektroden erfordert komplexe Anpassungen beim Bau der Akkupakete.

    Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus und Feststoffsysteme werden daher voraussichtlich noch 15 bis 20 Jahre parallel existieren. Der Plan für den Wechsel sieht aber klare Schritte vor. Dazu gehört zunächst der Betrieb einer bestehenden Zwei-Gigawattstunden-Pilotlinie zur Prozessvalidierung. Ende 2026 soll jedoch schon der Bau einer Massenproduktionsanlage beginnen. Um die Produktionskosten zu senken, setzt BYD auf vertikale Integration. Das Unternehmen kontrolliert die komplette Lieferkette von der Rohstoffgewinnung bis hin zum fertigen Fahrzeug.

    Die ersten Feststoffbatterien sollen zunächst in teuren Luxusmodellen der Marke Yangwang zum Einsatz kommen. Erst, wenn die Kosten zur Herstellung der Akkus durch die Massenproduktion weit genug gesenkt werden konnten, ist ein Einsatz in günstigeren Modellen vorgesehen. Bis es so weit ist und Endkunden aus einer Vielzahl an Modellen mit Solid-State-Akku wählen können, dürfte es also doch noch einige Jahre dauern.

    Druck auf deutsche Autobauer

    Wie hoch das Entwicklungstempo von BYD ist, verdeutlicht die Situation auf dem europäischen Markt. Während deutsche Autohersteller mit langen Entwicklungszyklen kämpfen, treibt BYD Innovationen schnell voran. Der chinesische Konzern profitiert dabei von staatlichen Förderprogrammen in Höhe von sechs Milliarden Yuan (etwa 771 Millionen Euro). Für etablierte deutsche Marken wird das Tempo der asiatischen Konkurrenz zunehmend zur strategischen Herausforderung.

    Glaubt ihr, dass BYD mit den neuen Feststoffakkus den Markt dominieren wird, oder können die deutschen Hersteller rechtzeitig aufholen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Der chinesische Autobauer BYD plant erste Feststoffakkus für 2027
    • Die Akkus basieren auf Sulfid und verdoppeln die Energiedichte
    • Ein erster Prototyp erreichte über 1200 Kilometer Reichweite
    • Die Technologie soll anfangs in teuren Luxusmodellen starten
    • Eine Massenproduktion soll ab Ende 2026 aufgebaut werden
    • Deutsche Autohersteller geraten durch BYDs Tempo unter Druck

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