Er heißt jetzt McGetchin: Neuer Riesen-Mondkrater überrascht Forscher

Völlig unbemerkt, extrem wuchtig und gefährlich für die Raumfahrt: Ein Asteroideneinschlag auf dem Mond riss im Frühjahr 2024 einen riesigen Krater in den Boden. Die Auswertung der Daten zwingt die NASA nun zu strengeren Sicherheitsvorkehrungen.
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    NASA entdeckt neuen Krater auf dem Mond

    Ein Einschlag hat auf dem Mond einen 222 Meter großen Krater hinterlassen. Entdeckt wurde die Struktur vom Kamerateam der NASA-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO). Nach Angaben der Wissenschaftler entstand der Krater zwischen dem 11. April und dem 22. Mai 2024 auf der erdzugewandten Seite des Mondes. Einschläge dieser Größenordnung ereignen sich dort statistisch etwa alle 130 Jahre.

    Der Krater trägt nun den Namen McGetchin, wie die NASA verrät. Er ist der größte neu entstandene Einschlagkrater, den die Sonde bislang registriert hat. Er misst etwa zwei amerikanische Footballfelder in der Breite und ist bis zu 43 Meter tief. Als Ursache gilt der Einschlag eines Asteroiden oder Kometenfragments.

    Spuren auf mehr als 100 Kilometern

    Der Einschlag blieb zunächst unentdeckt. Erst der Vergleich von Aufnahmen der Sonde zeigte die helle Auswurfdecke rund um den Krater. Staub und Gesteinsmaterial veränderten die Oberfläche in einem Umkreis von mehr als 100 Kilometern.

    Eine Untersuchung ergab zudem, dass sich ein etwa sieben Kilometer breiter Bereich um den Krater in der Mondnacht schneller abkühlt als die Umgebung. Der Einschlag lockerte offenbar den Regolith auf, die oberste Staub- und Gesteinsschicht der Mondoberfläche. Das Material speichert dadurch weniger Wärme.

    Da der Mond keine Atmosphäre besitzt, treffen selbst kleinere Gesteinsbrocken nahezu ungebremst auf die Oberfläche. Die Messungen deuten darauf hin, dass Einschläge die oberste Bodenschicht schneller umwälzen als bislang angenommen.

    Wichtige Daten für künftige Mondbasen

    Die fortlaufende Veränderung der Oberfläche betrifft auch Hinterlassenschaften früherer Missionen. Fußspuren der Apollo-Astronauten und technische Geräte sind Mikrometeoriten und ausgeworfenem Material größerer Einschläge ausgesetzt. Die Apollo-Fußabdrücke könnten über längere Zeiträume verschwinden.

    Die Daten sollen helfen, das Risiko durch ausgeworfenes Material für künftige Einrichtungen auf dem Mond genauer einzuschätzen. Das ist auch für das Artemis-Programm der NASA relevant, das langfristig eine menschliche Präsenz am Südpol des Mondes vorbereiten soll. Geplante Habitate müssten gegen Einschläge und umherfliegende Gesteinsbrocken geschützt werden.

    Welche Gefahren seht ihr für künftige Mondstationen durch Asteroideneinschläge? Teilt eure Meinung und Ideen zu dem Thema gerne mit uns in den Kommentaren. Wir sind gespannt!

    Zusammenfassung
    • NASA-Sonde LRO entdeckte einen neuen Mondkrater mit 222 Metern Durchmesser
    • Die Struktur namens McGetchin entstand im Frühjahr 2024 durch einen Einschlag
    • Mit 43 Metern Tiefe ist er das größte von der Sonde bisher erfasste Gebilde
    • Ausgeworfenes Gestein veränderte die Oberfläche über 100 Kilometer weit
    • Der aufgelockerte Regolith kühlt nun nachts deutlich schneller wieder ab
    • Die Erkenntnisse helfen bei der Planung sicherer Habitate für Mondmissionen

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