Das erste 85/1.2 für E & L-Mount: Sigma 85mm F1.2 DG Art im Test
Mit dem Sigma 85mm F1.2 DG Art ist für Sony E-Mount und L-Mount erstmals ein 85-mm-Autofokusobjektiv mit F1.2 erhältlich. Die Premiumoptik richtet sich vor allem an ambitionierte Porträtfotografen und professionelle Videoanwender, die maximale Freistellung mit schnellem Autofokus und umfangreicher Bedienung verbinden möchten. Die UVP liegt bei 1499 Euro und damit unter dem Sony FE 85mm F1.4 GM II. Unsere Kollegen von ValueTech TV haben sich die Optik genauer angesehen.
Das Objektiv wiegt 905 Gramm und ist damit zwar schwer, innerhalb der F1.2-Klasse aber vergleichsweise kompakt. Gegenüber Sigmas 85mm F1.4 Art steigt das Gewicht um rund 44 Prozent. An kleineren Vollformatkameras fällt die Optik entsprechend deutlich aus, während sie an größeren Sony- und L-Mount-Gehäusen ausgewogener wirkt. Das robuste Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet und besitzt ein 82-mm-Filtergewinde.
Bei der Ausstattung setzt Sigma auf einen Blendenring, dessen Rastung für Videoaufnahmen deaktiviert werden kann, einen AF/MF-Schalter sowie zwei frei belegbare Funktionstasten. Damit lässt sich die Bedienung etwa für Augen-Autofokus oder AF-Halten anpassen.
Im Test an einer Panasonic Lumix S1R II mit 45-Megapixel-Sensor überzeugt das 85mm F1.2 bereits bei Offenblende mit guter Bildschärfe. Ab F2.8 steigen Kontrast und Detailzeichnung deutlich, bei F4 bis F5.6 wird die maximale Leistung erreicht. Auch bei F1.2 ist das Objektiv damit gut nutzbar, während für höchste Rand- und Kontrastleistung abgeblendet werden sollte.
Das Bokeh fällt bei klassischen Porträts ansprechend aus und sorgt für eine starke Motivfreistellung. Bei komplexen Hintergründen oder im Nahbereich kann die Unschärfe jedoch etwas unruhiger wirken. Die Naheinstellgrenze beträgt 84 Zentimeter. Eine optische Bildstabilisierung ist nicht vorhanden.
Mit F1.2 bietet Sigma derzeit ein Alleinstellungsmerkmal für Sony E und L-Mount. Der Vorteil gegenüber einem 85mm F1.4 fällt bei Lichtstärke und Freistellung allerdings überschaubar aus. Wer ein möglichst kompaktes oder günstiges Objektiv sucht, findet mit F1.4, F1.8 oder F2 sinnvollere Alternativen. Für Anwender, die gezielt maximale Freistellung und eine starke Videotauglichkeit suchen, ist das Sigma 85mm F1.2 DG Art dagegen eine technisch überzeugende Premiumoption.
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Das Objektiv wiegt 905 Gramm und ist damit zwar schwer, innerhalb der F1.2-Klasse aber vergleichsweise kompakt. Gegenüber Sigmas 85mm F1.4 Art steigt das Gewicht um rund 44 Prozent. An kleineren Vollformatkameras fällt die Optik entsprechend deutlich aus, während sie an größeren Sony- und L-Mount-Gehäusen ausgewogener wirkt. Das robuste Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet und besitzt ein 82-mm-Filtergewinde.
Bei der Ausstattung setzt Sigma auf einen Blendenring, dessen Rastung für Videoaufnahmen deaktiviert werden kann, einen AF/MF-Schalter sowie zwei frei belegbare Funktionstasten. Damit lässt sich die Bedienung etwa für Augen-Autofokus oder AF-Halten anpassen.
Im Test an einer Panasonic Lumix S1R II mit 45-Megapixel-Sensor überzeugt das 85mm F1.2 bereits bei Offenblende mit guter Bildschärfe. Ab F2.8 steigen Kontrast und Detailzeichnung deutlich, bei F4 bis F5.6 wird die maximale Leistung erreicht. Auch bei F1.2 ist das Objektiv damit gut nutzbar, während für höchste Rand- und Kontrastleistung abgeblendet werden sollte.
Das Bokeh fällt bei klassischen Porträts ansprechend aus und sorgt für eine starke Motivfreistellung. Bei komplexen Hintergründen oder im Nahbereich kann die Unschärfe jedoch etwas unruhiger wirken. Die Naheinstellgrenze beträgt 84 Zentimeter. Eine optische Bildstabilisierung ist nicht vorhanden.
Starker Autofokus
Zu den größten Stärken gehört der Autofokus. Das Floating-Focus-System bewegt zwei Linsengruppen über separate Linearmotoren und ermöglicht trotz der großen Glasmasse eine schnelle Fokussierung. Besonders für Videoaufnahmen ist zudem das kaum wahrnehmbare Focus Breathing interessant: Beim Schärfewechsel verändert sich der Bildausschnitt nur minimal.Mit F1.2 bietet Sigma derzeit ein Alleinstellungsmerkmal für Sony E und L-Mount. Der Vorteil gegenüber einem 85mm F1.4 fällt bei Lichtstärke und Freistellung allerdings überschaubar aus. Wer ein möglichst kompaktes oder günstiges Objektiv sucht, findet mit F1.4, F1.8 oder F2 sinnvollere Alternativen. Für Anwender, die gezielt maximale Freistellung und eine starke Videotauglichkeit suchen, ist das Sigma 85mm F1.2 DG Art dagegen eine technisch überzeugende Premiumoption.
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