BitTorrent: 'Umstieg auf UDP tötet das Internet nicht'

Filesharing Die Entwickler des BitTorrent-Protokolls haben Anschuldigungen zurückgewiesen, ihre neueren Entwicklungen würden schon zu massiven Problemen bei der Performance des Internets führen. Aktuell arbeitet man an einer Version des populären Clients uTorrent, der für seine Datenverbindungen statt auf das bekannte Transmission Control Protocol (TCP) auf das User Datagram Protocol (UDP) zurückgreift. Dieses verfügt nicht über die umfassenden Kontrollfunktionen wie TCP.

Der Blogger Richard Bennett warnte nun in einem Beitrag im Magazin 'The Register', dass der Umstieg auf UDP zu massiven Problemen führen könnte. Demnach gingen verschiedene Schätzungen davon aus, dass P2P-Verbindungen bereits rund 50 Prozent des Internet-Traffics ausmachen. Die fehlenden Traffic-Kontrollen würden zu einer erheblichen Mehrbelastung führen.

So könnte der Anteil am Datenverkehr um weitere 25 Prozentpunkte steigen. Für andere Internet-Anwendungen stünde somit nur noch die Hälfte der bisherigen Bandbreite zur Verfügung. Internet-Provider könnten dies zwar durch eine Drosselung von UDP-Ports verhindern, was aber wiederum Nachteile für VoIP-Verbindungen hätte, die ebenfalls auf das Protokoll setzen.

Simon Morris, Marketing-Manager bei der Firma BitTorrent nannte dies allerdings "völligen Nonsens". Der Umstieg auf das UDP-basierte BitTorrent-Protokoll werde gerade vollzogen, um die Belastung des Netzes zu reduzieren. "Wir versuchen ein Protokoll bereitzustellen, dass latenzsensitiv und performanceneutral ist, nicht ein gieriges, das das Internet tötet", so Morris.
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