Linux Foundation: Mac OS X ist ein goldener Käfig

MacOS Apples Betriebssystem Mac OS X ist ein goldener Käfig. Diese Ansicht vertrat James Bottomley, Direktor der Linux Foundation, gestern während seiner Keynote zur Eröffnung des Linux-Kongresses in Hamburg. Mac-Nutzer würden die Gitterstäbe gar nicht erkennen, die sie umgeben, so Bottomley, der damit auf die proprietären Bestandteile des Betriebssystems verwies. Er kritisierte Apple dafür, zwar die Entwicklungen der Open Source-Community in seinen Produkten zu nutzen, aber vergleichsweise wenig zurückzugeben.

Nutzer von Windows stünden nach Ansicht Bottomleys sogar noch schlechter dar. Ihr Gefängnis habe zusätzlich schmutzige Toiletten, sagte er. Dem gegenüber hob er die Vorzüge von Open Source-Betriebssystemen hervor, von denen Linux das lebendigste sei.

Linux würde sich von allen anderen Systemen unterscheiden, weil es von Anfang an im Community-Prozess entstand. Man könne daher davon ausgehen, dass der gesamte Code aus mehreren Blickwinkeln begutachtet wurde. Das sei bei Produkten wie Open Solaris, deren Quellcode erst später freigegeben wurde, hingegen nicht der Fall.
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