MS vs. EU: Entscheidung zu Einspruch bis September

Microsoft Microsoft muss nach dem Urteil aus dem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission von 2004 fast 500 Millionen Euro Strafe zahlen. Das Unternehmen hat jedoch Einspruch gegen diese Entscheidung eingelegt. Die EU hatte unter anderem festgestellt, dass die Integration des Windows Media Player in das Betriebssystem wettbewerbswidrig ist. Zwar bietet Microsoft seitdem die sogenannten "N"-Versionen von Windows XP und auch des neuen Vista ohne den Media Player an, doch hinter den Kulissen geht das Ringen zwischen dem Software-Konzern und den Wettbewerbsbehörden der EU weiter. Nun hat der zuständige Richter mitgeteilt, dass er seine Entscheidung bis zum September 2007 fällen will.

Das Verfahren sei sehr wichtig, so dass man möglichst bald zu einer Entscheidung kommen will, hieß es. Zwischenzeitlich wurde Microsoft jedoch bereits erneut wegen des Verstoßes gegen Auflagen aus dem Verfahren verurteilt und muss nun weitere 280,5 Millionen Euro an die EU zahlen. Man wirft dem Unternehmen vor, Unterlagen nicht im geforderten Umfang zur Verfügung gestellt zu haben.

Unterdessen droht bereits neues Unheil aus Europa. Eine Gruppe von Konkurrenzunternehmen, zu der auch große Namen wie Adobe, IBM und Red Hat gehören, hat eine Beschwerde wegen des neuen Windows Vista eingereicht, weil man davon ausgeht, dass Microsoft mit der Neuauflage seines Betriebssystems weiterhin wettbewerbshindernd agieren wird. Die EU prüft die Vorwürfe derzeit. Bisher hieß es jedoch, dass Microsoft bei Vista alle Auflagen der Behörden erfüllt hat.
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