HUDIMM: Neuer DDR5-Standard vorgestellt - Günstig aber mit Haken
Die anhaltend hohen Preise für DDR5-Arbeitsspeicher machen den Bau von günstigen Rechnern schwierig. ASRock hat jetzt den neuen HUDIMM-Standard vorgestellt, der Abhilfe schaffen soll. Durch eine technische Anpassung werden die Herstellungskosten gesenkt.
Das Format trägt den Namen HUDIMM (Half-Unbuffered Dual In-line Memory Module) und zielt darauf ab, die Produktionskosten für DDR5-Module stark zu reduzieren. Erste Mainboards mit den Chipsätzen der Intel-Serien 600, 700 und 800 erhalten bereits entsprechende Firmware-Updates, um die neue Technik direkt auf Hardware-Ebene reibungslos zu unterstützen.
Das senkt die Herstellungskosten am Ende deutlich. Der logische Nachteil der Bauweise ist jedoch eine spürbar geringere Bandbreite sowie eine halbierte maximale Speicherkapazität pro Riegel. Da weniger Daten gleichzeitig fließen, sinkt die theoretische Leistung. Für einfache Büroanwendungen und alltägliches Surfen reicht die Geschwindigkeit dennoch problemlos aus.
So kann ein Nutzer etwa einen HUDIMM-Riegel mit acht Gigabyte Speicherplatz mit einem standardmäßigen Modul mit 16 Gigabyte kombinieren. Laut internen Tests liefert die asymmetrische Konfiguration mit insgesamt 24 Gigabyte am Ende sogar eine höhere Speicherbandbreite als ein einzelner, regulärer Riegel mit gleicher Gesamtkapazität.
Während Enthusiasten und Spieler aufgrund der Leistungseinbußen weiterhin zu herkömmlichen DDR5-Modulen greifen dürften, bietet die reduzierte Architektur eine pragmatische Lösung für günstige Heim-PCs und Notebooks. So soll moderner DDR5-Speicher für eine breite Masse an Nutzern zugänglich bleiben und wieder spürbar günstiger werden.
Würdet ihr für einen günstigeren Preis auf Speicherbandbreite verzichten oder greift ihr lieber tiefer in die Tasche? Teilt eure Gedanken zu dem neuen Standard in den Kommentaren!
Siehe auch:
Neuer Ansatz gegen teuren DDR5-RAM
Die anhaltende Speicherkrise treibt die Kosten für RAM spürbar in die Höhe. In ihrer Verzweiflung haben einige Nutzer bereits zu unüblichen Lösungen gegriffen und verwenden SODIMM-Adapter oder löten ihre RAM-Riegel einfach selbst zusammen. Um auch handwerklich weniger begabte Anwender finanziell zu entlasten, hat ASRock jetzt einen neuen Standard für Arbeitsspeicher entwickelt, der moderne DDR5-Technologie auch für den schmalen Geldbeutel wieder attraktiv machen soll.Das Format trägt den Namen HUDIMM (Half-Unbuffered Dual In-line Memory Module) und zielt darauf ab, die Produktionskosten für DDR5-Module stark zu reduzieren. Erste Mainboards mit den Chipsätzen der Intel-Serien 600, 700 und 800 erhalten bereits entsprechende Firmware-Updates, um die neue Technik direkt auf Hardware-Ebene reibungslos zu unterstützen.
Halbe Chipmenge, halbe Bandbreite
Um zu verstehen, wie sich HUDIMM von anderen Standards unterscheidet, hilft ein Blick auf die Architektur. Wie ASRock erläutert, nutzt ein herkömmlicher DDR5-Riegel standardmäßig zwei unabhängige Datenkanäle mit jeweils 32 Bit. Das sorgt im Alltag für hohe Geschwindigkeiten und ermöglicht große Speicherkapazitäten auf einem einzigen Modul. Der neue HUDIMM-Standard halbiert die bewährte Struktur. Es kommt folglich nur noch ein einzelner Datenkanal mit 32 Bit zum Einsatz. Für die Fertigung wird dadurch exakt die Hälfte der üblichen Speicherchips benötigt, was Material und Aufwand spart.Das senkt die Herstellungskosten am Ende deutlich. Der logische Nachteil der Bauweise ist jedoch eine spürbar geringere Bandbreite sowie eine halbierte maximale Speicherkapazität pro Riegel. Da weniger Daten gleichzeitig fließen, sinkt die theoretische Leistung. Für einfache Büroanwendungen und alltägliches Surfen reicht die Geschwindigkeit dennoch problemlos aus.
Mischbetrieb für bessere Leistung
Trotz der technischen Einschränkungen gibt es eine Besonderheit beim Einsatz im Alltag. Die Entwickler von ASRock haben das System so gestaltet, dass sich die beschnittenen Module problemlos mit regulärem DDR5-Speicher auf dem Mainboard mischen lassen. Das bietet Anwendern eine flexible Möglichkeit zur späteren Aufrüstung.So kann ein Nutzer etwa einen HUDIMM-Riegel mit acht Gigabyte Speicherplatz mit einem standardmäßigen Modul mit 16 Gigabyte kombinieren. Laut internen Tests liefert die asymmetrische Konfiguration mit insgesamt 24 Gigabyte am Ende sogar eine höhere Speicherbandbreite als ein einzelner, regulärer Riegel mit gleicher Gesamtkapazität.
Auch für mobile Geräte
Neben den klassischen Desktop-PCs sollen auch kompakte Systeme von der Entwicklung profitieren. Für Mini-PCs und Laptops wurde parallel das Format HSODIMM entworfen, das auf exakt dem gleichen technischen Prinzip basiert. Die Fertigung der neuartigen Speichermodule übernimmt das Unternehmen TeamGroup.Während Enthusiasten und Spieler aufgrund der Leistungseinbußen weiterhin zu herkömmlichen DDR5-Modulen greifen dürften, bietet die reduzierte Architektur eine pragmatische Lösung für günstige Heim-PCs und Notebooks. So soll moderner DDR5-Speicher für eine breite Masse an Nutzern zugänglich bleiben und wieder spürbar günstiger werden.
Würdet ihr für einen günstigeren Preis auf Speicherbandbreite verzichten oder greift ihr lieber tiefer in die Tasche? Teilt eure Gedanken zu dem neuen Standard in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- ASRock stellt mit HUDIMM einen günstigen DDR5-Speicherstandard vor
- Durch nur einen 32-Bit-Kanal sinken Chipbedarf und Fertigungskosten
- Nachteile sind weniger Bandbreite und halbierte Modulkapazität je Riegel
- Für Büroarbeit und Surfen reicht HUDIMM laut ASRock dennoch problemlos aus
- HUDIMM lässt sich mit normalem DDR5 mischen und flexibel aufrüsten
- Auch HSODIMM für Mini-PCs und Laptops folgt demselben Sparprinzip
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