SSD & RAM: Erneute Preisexplosion steht bevor - Steigerung von 110 %
Nach bereits spürbaren Anstiegen prognostizieren Marktbeobachter für das erste Quartal 2026 eine erneute Preisexplosion bei Arbeitsspeicher und SSDs. Die Gründe liegen in leeren Lagern und dem KI-Boom. Die Preise könnten sich nochmals verdoppeln.
So verschärft sich Marktanalysen zufolge das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage noch einmal. Besonders betroffen ist der klassische PC-Sektor, in dem sich die Vertragspreise im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppeln könnten. Die Situation wird durch unerwartet hohe PC-Auslieferungen im vierten Quartal 2025 getrieben, die dazu führten, dass die Lagerbestände bei den großen Herstellern schneller als geplant abgebaut wurden. Da nun kaum noch Puffer vorhanden sind, verlieren die Einkäufer ihren letzten Verhandlungsspielraum gegenüber den Speicherproduzenten.
Für PC-DDR4- und DDR5-Module liegt die Prognose sogar bei einem Anstieg von 105 bis 110 Prozent im Quartalsvergleich. Das wäre ein historischer Rekordwert für einen dreimonatigen Zeitraum. Auch im Server-Bereich sowie bei mobilem LPDDR-Speicher, der in Notebooks und Smartphones zum Einsatz kommt, werden Aufschläge von rund 90 Prozent erwartet. Diese Kosten dürften von den Herstellern zeitnah an die Endkunden weitergegeben werden, was Komplettsysteme und Aufrüst-Kits gleichermaßen verteuert.
Die Preise sollen in allen Bereichen dramatisch ansteigen
Auch Endverbraucher-SSDs dürften von diesem Trend nicht verschont bleiben, da die Gesamtkapazitäten am Markt sinken und Controller-Chips knapp werden könnten. Eine kurzfristige Entspannung ist laut den Experten nicht in Sicht, da der Aufbau neuer Fertigungsanlagen Jahre in Anspruch nimmt und die Hersteller derzeit keine Eile zeigen, das Angebot massiv auszuweiten, solange die Preise hoch bleiben.
Was sagt ihr zu dieser Preisentwicklung? Plant ihr angesichts dieser Prognosen noch schnell Hamsterkäufe oder wartet ihr lieber ab? Schreibt es uns in die Kommentare.
Siehe auch:
- TrendForce prognostiziert DRAM-Preisexplosion für Q1 2026 um 90-95 %
- DDR4- und DDR5-Preise könnten im Quartalsvergleich um 105-110 % steigen
- Leere Lagerbestände und KI-Boom verschärfen das Ungleichgewicht am Markt
- Server- und mobiler LPDDR-Speicher werden voraussichtlich 90 % teurer
- Enterprise-SSDs könnten im ersten Quartal 2026 bis zu 58 % mehr kosten
- Experten erwarten keine kurzfristige Entspannung bis mindestens 2029
Preisschock für Nutzer und Unternehmen
Aufgrund des KI-Booms erhöhen Hersteller die Preise für Speicher immer weiter. Doch das Ende der Fahnenstange ist anscheinend noch lange nicht erreicht. Die Speicherkrise dürfte noch mehrere Jahre andauern. Zuletzt hieß es, die Lage könnte sich erst 2029 wieder entspannen. Bis dahin müssen Käufer wohl tief in die Tasche greifen. Auch bei DRAM. Denn hier steht angeblich eine weitere, besonders heftige Preiserhöhung bevor.So verschärft sich Marktanalysen zufolge das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage noch einmal. Besonders betroffen ist der klassische PC-Sektor, in dem sich die Vertragspreise im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppeln könnten. Die Situation wird durch unerwartet hohe PC-Auslieferungen im vierten Quartal 2025 getrieben, die dazu führten, dass die Lagerbestände bei den großen Herstellern schneller als geplant abgebaut wurden. Da nun kaum noch Puffer vorhanden sind, verlieren die Einkäufer ihren letzten Verhandlungsspielraum gegenüber den Speicherproduzenten.
Prognosen drastisch korrigiert
Wie das Marktforschungsunternehmen TrendForce in einer aktuellen Analyse darlegt, mussten ursprüngliche Schätzungen zur Preisentwicklung deutlich korrigiert werden. Ging man bislang von einem Anstieg der DRAM-Preise um etwa 55 bis 60 Prozent aus, rechnen die Experten jetzt mit einem Sprung von 90 bis 95 Prozent über alle Kategorien hinweg. Für die Speicherhersteller bedeutet das weitere massive Umsatzsprünge, für den Endkunden jedoch erheblich teurere Hardware.Für PC-DDR4- und DDR5-Module liegt die Prognose sogar bei einem Anstieg von 105 bis 110 Prozent im Quartalsvergleich. Das wäre ein historischer Rekordwert für einen dreimonatigen Zeitraum. Auch im Server-Bereich sowie bei mobilem LPDDR-Speicher, der in Notebooks und Smartphones zum Einsatz kommt, werden Aufschläge von rund 90 Prozent erwartet. Diese Kosten dürften von den Herstellern zeitnah an die Endkunden weitergegeben werden, was Komplettsysteme und Aufrüst-Kits gleichermaßen verteuert.
Die Preise sollen in allen Bereichen dramatisch ansteigen
Auch NAND-Flash betroffen
Der KI-Boom wirkt sich aber nicht nur auf den Arbeitsspeicher aus, sondern verdrängt indirekt auch Kapazitäten im Bereich von NAND-Flash. Rechenzentren und Cloud-Service-Provider fragen enorme Mengen an schnellem Speicher nach, um KI-Workloads zu bewältigen. Das führt zu steigenden Preisen für SSDs. Für Enterprise-Modelle wird ein Preisanstieg von 53 bis 58 Prozent im ersten Quartal 2026 erwartet.Auch Endverbraucher-SSDs dürften von diesem Trend nicht verschont bleiben, da die Gesamtkapazitäten am Markt sinken und Controller-Chips knapp werden könnten. Eine kurzfristige Entspannung ist laut den Experten nicht in Sicht, da der Aufbau neuer Fertigungsanlagen Jahre in Anspruch nimmt und die Hersteller derzeit keine Eile zeigen, das Angebot massiv auszuweiten, solange die Preise hoch bleiben.
Was sagt ihr zu dieser Preisentwicklung? Plant ihr angesichts dieser Prognosen noch schnell Hamsterkäufe oder wartet ihr lieber ab? Schreibt es uns in die Kommentare.
Siehe auch:
- Preisexplosion dank Speicherkrise: Samsung Galaxy S26 wohl viel teurer
- Japaner baut kuriosen USB-Stick: Groß wie ein Teller, 128 Byte Speicher
- SSD-Produktion absichtlich gedrosselt? Speicherknappheit befürchtet
- RAMpokalypse: Speicherkrise wird noch viele Jahre lang dauern
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Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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