Dell-CEO warnt: Speichermangel erreicht 2028 'unvorstellbare Ausmaße'

Michael Dell prognostiziert, dass der globale Bedarf an Arbeitsspeicher aufgrund von KI in den nächsten Jahren explodieren wird. Heimanwender werden das durch noch einmal höhere Kosten für Hardware zu spüren bekommen.
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KI-Boom frisst Speicher

Michael Dell, CEO des gleichnamigen Computerherstellers, erwartet für die kommenden Jahre eine weitere Verknappung auf dem Speichermarkt. Nachdem die Speicherpreise in den letzten Monaten bereits enorm gestiegen sind und Hardware immer teurer wird, einschließlich der Laptops von Dell, erklärte der Geschäftsführer auf einer Veranstaltung der Bank of America, dass der Bedarf an Arbeitsspeicher durch Künstliche Intelligenz bis zum Jahr 2028 "unvorstellbare Ausmaße" annehmen werde. Für Konsumenten bedeutet das immer höhere Kosten, da die Industrie den Markt leerkauft.

Der CEO rechnet vor, dass sich die globale Nachfrage nach Speicher im Vergleich zum Jahr 2022 um den Faktor 625 erhöhen könnte. Die Kalkulation basiert auf der Annahme, dass zukünftige Beschleuniger für künstliche Intelligenz rund 25-mal mehr Kapazität benötigen als Modelle von damals. Gleichzeitig soll die Anzahl der eingesetzten Chips in Rechenzentren in einem ähnlichen Verhältnis steigen.


Server-Bedarf verdrängt Endkunden

Wie ETNews (via PC Gamer) berichtet, schließen Technologiekonzerne bereits langfristige Fünfjahresverträge ab, um sich Kontingente zu sichern. Sie zahlen dabei fast jeden Preis. Dadurch sinkt für den regulären Endanwender die Verfügbarkeit von Speicher immer weiter.

Wenn Hyperscaler enorme Mengen abnehmen, fehlen die entsprechenden Bauteile unweigerlich in der Lieferkette für Privatanwender. Die großen Speicherhersteller SK hynix, Samsung und Micron fahren derweil Rekordgewinne ein und investieren massiv in neue Fabriken.

Endkunden haben das Nachsehen

Der Endkunde hat bei dieser Entwicklung das Nachsehen. Normale Konsumenten haben dann keine Wahl, außer zu zahlen, was auch immer Speicher in Zukunft kostet. Engpässe bei der Produktion von Laptops, Handhelds oder Spielkonsolen wie der PlayStation oder Xbox sind laut Expertenmeinungen vorprogrammiert.

Neue Fertigungsanlagen liefern frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2027 zusätzliche Kapazitäten. Käufer von Computern müssen laut der Prognose von Michael Dell aber in jedem Fall mit höheren Preisen und schlechterer Verfügbarkeit rechnen. Den Kauf von RAM oder einer neuen SSD vor sich herzuschieben, könnte für Käufer also nach hinten losgehen.

Was denkt ihr über die Prognose von Michael Dell? Wird PC-Hardware bald zu einem unerschwinglichen Luxusgut oder beruhigt sich der Markt doch wieder? Wenn ja, wann? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Michael Dell prognostiziert explodierende Speichernachfrage durch KI
  • Globaler Speicherbedarf könnte sich bis 2028 um das 625-Fache steigern
  • Technologiekonzerne sichern sich Kontingente mit Fünfjahresverträgen
  • SK hynix, Samsung und Micron erzielen dabei historische Rekordgewinne
  • Engpässe bei Laptops, Konsolen und Handhelds sind vorprogrammiert
  • Neue Fabriken liefern frühestens ab der zweiten Jahreshälfte 2027
  • Endkunden müssen mit weiter steigenden Preisen und knapper Verfügbarkeit rechnen

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