Prognose: Speicherpreise steigen auch im 2. Quartal weiter kräftig
Die Preise für Flash- und Arbeitsspeicher werden laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens TrendForce aus Taiwan auch im zweiten Quartal 2026 noch einmal erheblich zulegen. Die PC-Hersteller und Privatkunden müssen demnach mit Preissteigerungen um bis zu 75 Prozent rechnen.
Bei Flash-Speicher erwartet TrendForce im zweiten Quartal 2026 einen erneuten Anstieg der Vertragspreise im Quartalsvergleich um 70 bis 75 Prozent, nachdem es im letzten Quartal bereits eine Steigerung um rund 60 Prozent gegeben hatte. Die Ursachen haben sich dabei nicht geändert.
Unterdessen bleiben die Kapazitäten laut TrendForce weiter begrenzt, wobei erst gegen Ende 2027 mit einem bedeutsamen Anstieg der Produktionsmengen zu rechnen sein soll. Zwar geht die Nachfrage aus dem PC-Bereich aufgrund der hohen Preise und der dadurch sinkenden Verkaufszahlen zurück, doch bleiben die Preise weiter hoch, weil die Speicherhersteller gleichzeitig ihre Lieferzahlen reduziert haben.
Der Grund für den starken Anstieg der Flash-Speicher-Preise soll darin liegen, dass die Hersteller von SSDs für Client-Systeme derzeit versuchen, ihre Lager vorsorglich zu füllen, während die Lieferanten ihre Stückzahlen begrenzen. Die geringeren Margen in diesem Bereich machen die Produktion von Flash-Speicher mit eMMC- und UFS-Anbindung für die Hersteller trotz starker Preisanstiege weiterhin wenig attraktiv, so die Marktbeobachter.
Für die Endkunden bedeutet die weitere Verschärfung der Lage im Speichermarkt vor allem, dass Smartphones, Tablets, PCs und andere Consumer-Produkte weiterhin teurer werden oder mit einer weniger üppigen Speicherausstattung daherkommen. Gleichzeitig muss man für Komponenten zum Einbau in Laptops und Desktops in Eigenregie ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.
Siehe auch:
TrendForce: Flash legt bis zu 75% zu, RAM um rund 60%
Im ersten Quartal des Jahres 2026 sind die von den PC-Herstellern zu zahlenden sogenannten Vertragspreise für Arbeitsspeicher nach Angaben von TrendForce bereits um 90 bis 95 Prozent gegenüber den vorherigen drei Monaten gestiegen. Nach Einschätzung der Marktbeobachter legen die Preise im zweiten Quartal zwar nicht mehr ganz so stark zu, es geht aber dennoch erneut deutlich aufwärts - um 58 bis 63 Prozent, so die Schätzung.Bei Flash-Speicher erwartet TrendForce im zweiten Quartal 2026 einen erneuten Anstieg der Vertragspreise im Quartalsvergleich um 70 bis 75 Prozent, nachdem es im letzten Quartal bereits eine Steigerung um rund 60 Prozent gegeben hatte. Die Ursachen haben sich dabei nicht geändert.
Margen bei Flash weiter gering, KI-Anbieter bevorzugt
So verkaufen die Hersteller von Arbeitsspeicher ihre Produkte weiterhin bevorzugt an Abnehmer, die damit Rechenzentren für den Betrieb von Diensten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ausstatten wollen, während der Flash-Speicher zunehmend in Solid-State-Drives (SSDs) für Enterprise-Kunden fließt. Gleichzeitig werden künftige Produktionsmengen schon jetzt an Betreiber von Cloud-Diensten verkauft, heißt es weiter.Unterdessen bleiben die Kapazitäten laut TrendForce weiter begrenzt, wobei erst gegen Ende 2027 mit einem bedeutsamen Anstieg der Produktionsmengen zu rechnen sein soll. Zwar geht die Nachfrage aus dem PC-Bereich aufgrund der hohen Preise und der dadurch sinkenden Verkaufszahlen zurück, doch bleiben die Preise weiter hoch, weil die Speicherhersteller gleichzeitig ihre Lieferzahlen reduziert haben.
Der Grund für den starken Anstieg der Flash-Speicher-Preise soll darin liegen, dass die Hersteller von SSDs für Client-Systeme derzeit versuchen, ihre Lager vorsorglich zu füllen, während die Lieferanten ihre Stückzahlen begrenzen. Die geringeren Margen in diesem Bereich machen die Produktion von Flash-Speicher mit eMMC- und UFS-Anbindung für die Hersteller trotz starker Preisanstiege weiterhin wenig attraktiv, so die Marktbeobachter.
Für die Endkunden bedeutet die weitere Verschärfung der Lage im Speichermarkt vor allem, dass Smartphones, Tablets, PCs und andere Consumer-Produkte weiterhin teurer werden oder mit einer weniger üppigen Speicherausstattung daherkommen. Gleichzeitig muss man für Komponenten zum Einbau in Laptops und Desktops in Eigenregie ebenfalls tiefer in die Tasche greifen.
Zusammenfassung
- Speicherpreise steigen laut TrendForce im zweiten Quartal 2026 weiter
- Vertragspreise für Arbeitsspeicher stiegen im ersten Quartal um 95 Prozent
- Flash-Speicher-Preise sollen im zweiten Quartal um bis zu 75 Prozent steigen
- Hersteller bevorzugen Abnehmer aus dem KI- und Rechenzentrumsbereich
- Produktionskapazitäten bleiben begrenzt, Besserung erst Ende 2027 erwartet
- SSD-Hersteller füllen vorsorglich ihre Lager bei begrenztem Angebot
- Endkunden müssen mit teureren Geräten oder weniger Speicher rechnen
Siehe auch:
- Preisanstieg: Apple verlangt nun teils das 3-fache für externen Speicher
- Nach Speicher jetzt die CPUs: Intel soll Preiserhöhung um 10 % planen
- Speicher-Panik vorbei? DDR5-Preise in Deutschland stabilisieren sich
- Speicherkrise: Valve gehen die Steam Decks aus - droht Preiserhöhung?
- Preisexplosion dank Speicherkrise: Samsung Galaxy S26 wohl viel teurer
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