Speicherkrise eskaliert unaufhaltsam:
Samsung gibt SATA-SSDs wohl auf
Nach Micron soll sich nun auch Samsung teilweise aus dem Endkundengeschäft für Speichermedien zurückziehen. Einem Leak zufolge steht das Aus für SATA-SSDs wie der 870 EVO bevor. Das hätte massive Folgen für die Preise aller Speicherarten.
Im Gegensatz zu Microns Entscheidung wäre Samsungs Schritt weitaus drastischer. Es soll sich dabei nämlich nicht nur um eine bloße Verlagerung, sondern um einen strukturellen Wegfall von Produktionskapazitäten handeln. Wenn Samsung die Fertigungsstraßen für SATA-Laufwerke schließt, verschwinden diese Produkte ersatzlos vom Markt. Das würde eine signifikante Verknappung des weltweiten Angebots für Endverbraucher bedeuten und eine Lücke reißen, die andere Hersteller kaum kurzfristig füllen könnten.
Auf YouTube ansehen
Wie der YouTube-Kanal Moore's Law Is Dead unter Berufung auf Quellen aus der Distributionskette berichtet, bereitet Samsung den Produktionsstopp bereits konkret vor und wird die Entscheidung zu Beginn des nächsten Jahres offiziell verkünden. Der Leaker erklärt in seiner Analyse, dass bestehende Lieferverträge noch erfüllt werden sollen, bevor die Produktion endgültig eingestellt wird. Diese Information deckt sich mit Einschätzungen von Branchenbeobachtern wie dem Speicherexperten Dave Eggleston, der ebenfalls vor steigenden Preisen bei NAND-SSDs warnte. Moore's Law Is Dead gilt als gut vernetzt, auch wenn Gerüchte stets mit der nötigen Vorsicht zu genießen sind.
Samsung hält in diesem Segment einen beträchtlichen Marktanteil und gilt mit der EVO-Serie als Standard. Ein Wegfall dieses Volumens würde unweigerlich Druck auf die Preise ausüben. Das beträfe nicht nur die verbleibenden SATA-Modelle, sondern durch Ausweicheffekte auch moderne NVMe-SSDs, da sich die Gesamtnachfrage auf weniger verfügbare Produkte verteilen würde.
Prognosen gehen davon aus, dass sich die Preissituation frühestens im Jahr 2027 oder 2028 wieder entspannen könnte. Bis dahin dürften Systemintegratoren und Privatkunden versuchen, sich noch mit den verbleibenden Beständen einzudecken, was kurzfristig zu Panikkäufen und weiter steigenden Kosten führen könnte. Wer also plant, seinem PC neues Leben einzuhauchen oder günstigen Speicherplatz für das heimische NAS benötigt, sollte dieses Projekt zeitnah angehen. Die Ära des preiswerten Massenspeichers scheint vorerst vorbei zu sein.
Was meint ihr zu Samsungs Plänen? Seht ihr das Ende der klassischen 2,5-Zoll-Laufwerke kritisch oder nutzt ihr ohnehin nur noch NVMe? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.
Samsung 990 Pro (2 TB) Jetzt für 189 Euro bei Media Markt
Samsung Portable SSD T7 (2 TB) Jetzt für 165 Euro bei Media Markt
Samsung Portable SSD T9 (2 TB) Jetzt für 225 Euro bei Media Markt
Siehe auch:
In diesem Artikel sind Affiliate-Links enthalten. Durch einen Klick darauf gelangen Sie direkt zum Anbieter. Sollten Sie sich dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts.
Preise, Tarife und Angebotsinhalte entsprechen dem Stand der Veröffentlichung und können sich beim Anbieter kurzfristig ändern; maßgeblich sind dessen Angaben auf der Bestellseite.
- Samsung plant laut Leak Produktionsstopp für SATA-SSDs
- Struktureller Wegfall von Produktionskapazitäten ohne direkten Ersatz
- Experten warnen vor weiterem Preisanstieg auf dem gesamten Speichermarkt
- SATA-SSDs machen weiterhin etwa 20 Prozent der meistverkauften SSDs aus
- KI-Boom führt zu Verlagerung der Fertigungskapazitäten auf margenstarke Produkte
- Preissituation könnte sich frühestens 2027 oder 2028 wieder entspannen
Update vom 16.12.2025: Samsung bestreitet die Einstellung der SATA-SSD-Sparte. Jetzt weiterlesen!
Samsung plant wohl SATA-Ausstieg
Die schlechten Nachrichten in Bezug auf Speicher nehmen kein Ende. Denn nachdem die Branche gerade erst Microns Aufgabe seiner Consumer-Marke Crucial im Rahmen der Speicherkrise verdaut hat, steht nun der nächste Einschnitt bevor. Samsung, das bereits seine Preise für Speicher deutlich erhöht hat, plant jetzt offenbar den vollständigen Rückzug aus der Produktion von SATA-SSDs. Sollten sich die aktuellen Berichte darüber bewahrheiten, droht nicht nur das Ende beliebter Serien wie der 870 EVO, sondern auch ein weiterer empfindlicher Preisanstieg im gesamten Speichermarkt.Im Gegensatz zu Microns Entscheidung wäre Samsungs Schritt weitaus drastischer. Es soll sich dabei nämlich nicht nur um eine bloße Verlagerung, sondern um einen strukturellen Wegfall von Produktionskapazitäten handeln. Wenn Samsung die Fertigungsstraßen für SATA-Laufwerke schließt, verschwinden diese Produkte ersatzlos vom Markt. Das würde eine signifikante Verknappung des weltweiten Angebots für Endverbraucher bedeuten und eine Lücke reißen, die andere Hersteller kaum kurzfristig füllen könnten.
Auf YouTube ansehenWie der YouTube-Kanal Moore's Law Is Dead unter Berufung auf Quellen aus der Distributionskette berichtet, bereitet Samsung den Produktionsstopp bereits konkret vor und wird die Entscheidung zu Beginn des nächsten Jahres offiziell verkünden. Der Leaker erklärt in seiner Analyse, dass bestehende Lieferverträge noch erfüllt werden sollen, bevor die Produktion endgültig eingestellt wird. Diese Information deckt sich mit Einschätzungen von Branchenbeobachtern wie dem Speicherexperten Dave Eggleston, der ebenfalls vor steigenden Preisen bei NAND-SSDs warnte. Moore's Law Is Dead gilt als gut vernetzt, auch wenn Gerüchte stets mit der nötigen Vorsicht zu genießen sind.
SATA-Format weiterhin relevant
Auch wenn High-End-PCs fast ausschließlich auf NVMe-Speicher setzen, ist die klassische 2,5-Zoll-SATA-SSD noch lange kein Alteisen. Daten von großen Online-Händlern zeigen, dass diese Laufwerke weiterhin etwa zwanzig Prozent der meistverkauften SSDs ausmachen. Sie sind essenziell für die Aufrüstung älterer Laptops und dienen als kostengünstige Massenspeicher in Desktop-Systemen, wo M.2-Steckplätze oft limitiert sind. Technisch gesehen ist die Schnittstelle zwar längst ausgereizt, doch die enorme installierte Basis an Hardware macht das Format unverzichtbar.Samsung hält in diesem Segment einen beträchtlichen Marktanteil und gilt mit der EVO-Serie als Standard. Ein Wegfall dieses Volumens würde unweigerlich Druck auf die Preise ausüben. Das beträfe nicht nur die verbleibenden SATA-Modelle, sondern durch Ausweicheffekte auch moderne NVMe-SSDs, da sich die Gesamtnachfrage auf weniger verfügbare Produkte verteilen würde.
Preisanstieg bis 2027 möglich
Die Hintergründe für diese Entscheidung von Samsung sind primär wirtschaftlicher Natur. Der Boom rund um Künstliche Intelligenz bewegt Hersteller momentan dazu, ihre Fertigungskapazitäten auf margenstarke Produkte für Server und Enterprise-Lösungen umzustellen. Insbesondere der Bedarf an High Bandwidth Memory (HBM) und Enterprise-SSDs bindet Wafer-Kapazitäten, die dann für günstige Consumer-Hardware fehlen. Endkunden-Hardware rückt zusehends in den Hintergrund, da die Gewinne im KI-Sektor derzeit ungleich höher ausfallen.Prognosen gehen davon aus, dass sich die Preissituation frühestens im Jahr 2027 oder 2028 wieder entspannen könnte. Bis dahin dürften Systemintegratoren und Privatkunden versuchen, sich noch mit den verbleibenden Beständen einzudecken, was kurzfristig zu Panikkäufen und weiter steigenden Kosten führen könnte. Wer also plant, seinem PC neues Leben einzuhauchen oder günstigen Speicherplatz für das heimische NAS benötigt, sollte dieses Projekt zeitnah angehen. Die Ära des preiswerten Massenspeichers scheint vorerst vorbei zu sein.
Was meint ihr zu Samsungs Plänen? Seht ihr das Ende der klassischen 2,5-Zoll-Laufwerke kritisch oder nutzt ihr ohnehin nur noch NVMe? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.
Samsung 990 Pro (2 TB) Jetzt für 189 Euro bei Media Markt
Samsung Portable SSD T7 (2 TB) Jetzt für 165 Euro bei Media Markt
Samsung Portable SSD T9 (2 TB) Jetzt für 225 Euro bei Media Markt
Siehe auch:
- Speicherkrise: Größter DRAM-Hersteller macht jetzt düstere Vorhersage
- Zu teuer, zu hohe Nachfrage - Hersteller reagieren mit RAM-Downgrades
- Speicherkrise macht alles teuer: Lenovo & Dell erhöhen PC-Preise stark
- Arbeitsspeicher-Krise: Samsung verkauft nicht mehr an Samsung
- Speicher-Apokalypse: Micron gibt Consumer-Markt auf, Ende von Crucial
In diesem Artikel sind Affiliate-Links enthalten. Durch einen Klick darauf gelangen Sie direkt zum Anbieter. Sollten Sie sich dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts.
Preise, Tarife und Angebotsinhalte entsprechen dem Stand der Veröffentlichung und können sich beim Anbieter kurzfristig ändern; maßgeblich sind dessen Angaben auf der Bestellseite.
Thema:
Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
Preisvergleich WD Black SN850 1TB
Videos zum Thema SSD
- Krisen-Knappheit: So bekommt ein Gamer-Notebook genug Speicher
- X-Plus Storm 10X im Test: Netbook-Format mit bis zu 2 Terabyte SSD
- Geekom A7: Schneller Weg zu viel mehr SSD- und RAM-Kapazität
- Mini-PCs im Vergleich: KI-fähige Systeme für unter 750 Euro
- Geekom A9 Max: Mini-PC maximiert auf 4-TB-SSD und 128 GB RAM
Neue Solid-State-Drive-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Unser Sonnensystem fällt früher auseinander, als gedacht
- iPhone 18 Pro: Diese vier Probleme scheinen verbreitet zu sein
- Nach 78 Jahren: Citroën 2CV vor dem Comeback - Erste Bilder der E-Ente
- Windows Terminal: Microsoft startet großes Update mit vielen Neuheiten
- Internetverträge werden teurer: Telekom und 1&1 erhöhen ihre Preise
- Blamabel: DHL muss bargeldlose Zahloption an der Haustür stoppen
- Windows 10 fällt auf historisches Tief - Nutzerzahlen im September 2026
Videos
Neueste Downloads
Beliebte Nachrichten
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
server share verbinden per .bat im startup-ordner
rolfclaus - Heute 16:32 Uhr -
News aus dem Tails (& Tor)-Ökosystem: dem tragbare Betriebssystem
d-hubs - Heute 13:00 Uhr -
LibreOffice News: V 26.8.1 freigegeben
d-hubs - Heute 00:37 Uhr -
ein Blick auf die nächsten Open-Source-Events:
d-hubs - Vorgestern 23:38 Uhr -
der open-source-herbst
d-hubs - Vorgestern 23:18 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen