DDR5-RAM gekauft, DDR(2) erhalten:
Amazon verkauft Fake-Speicher
Wer beim weltgrößten Online-Händler Amazon auf der Jagd nach Arbeitsspeicher ist, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Weil die Preise für RAM explodieren, haben Betrüger diesen Bereich für sich entdeckt, um Kunden Fake-Hardware unterzujubeln.
Ein Leser des Portals VideoCardz bestellte nach eigenen Angaben die letzten vier bei Amazon Spanien gelisteten Kits Adata XPG Caster 32 GB DDR5-6000 CL40, wobei jeweils zwei 16-GB-Modelle in einem Kit enthalten sein sollten. Die Lieferung erfolgte angeblich aus Irland, wobei drei der insgesamt vier Kits zeitgleich eintrafen, während das vierte Kit ein paar Tage länger auf sich warten ließ.
Eines der Kits wurde weiter verkauft und eines leistet seit Kurzem ordnungsgemäß seinen Dienst in einem damit ausgestatteten PC. Als es jedoch daran ging, das dritte Kit in Betrieb zu nehmen, gab es beim Öffnen der Verpackung die böse Überraschung. Nachdem die Folie von der Box entfernt und die Packung geöffnet worden war, kamen uralte DDR- und DDR2-RAM-Sticks zum Vorschein, die jemand mit einem Aufkleber versehen hatte, der das Hitzeleitlabel von Adata nachahmen sollte.
Außerdem war eine dünne Metallplatte enthalten, mit der offenbar das Gewicht der verschlossenen Verpackung so angepasst werden sollte, dass es dem Gewicht des Originalprodukts entspricht. In der geschlossenen Verpackung soll dadurch kaum erkennbar gewesen sein, dass der Inhalt nicht dem entspricht, was der Kunde zuvor offiziell erworben hatte. Allerdings dürfte die Druckqualität des Heatsink-Labels im Vergleich zu den echten Adata-Modulen geringer ausfallen.
Der betroffene Kunde soll mittlerweile bei Amazon eine Rückabwicklung des Kaufs eingeleitet haben. Wer aktuell tatsächlich viel Geld in den Kauf neuer Arbeitsspeichermodule investiert, sollte den Vorgang des Auspackens wohl am besten in einem Video dokumentieren, da dies bei der Rückgabe helfen kann, einen möglichen Betrug zu beweisen.
Siehe auch:
Erst Grafikkarten, jetzt Arbeitsspeicher
Die Preise für DDR5- und sogar DDR4-Arbeitsspeicher schießen seit einigen Wochen gefühlt unaufhaltsam in die Höhe. Betrüger versuchen daraus, Profit zu schlagen, denn mindestens ein Amazon-Kunde berichtete jüngst, dass ihm ein gefälschtes RAM-Kit untergejubelt wurde, als er eine größere Bestellung für mehrere Pakete des mittlerweile kostspieligen Arbeitsspeichers orderte.Ein Leser des Portals VideoCardz bestellte nach eigenen Angaben die letzten vier bei Amazon Spanien gelisteten Kits Adata XPG Caster 32 GB DDR5-6000 CL40, wobei jeweils zwei 16-GB-Modelle in einem Kit enthalten sein sollten. Die Lieferung erfolgte angeblich aus Irland, wobei drei der insgesamt vier Kits zeitgleich eintrafen, während das vierte Kit ein paar Tage länger auf sich warten ließ.
Eines der Kits wurde weiter verkauft und eines leistet seit Kurzem ordnungsgemäß seinen Dienst in einem damit ausgestatteten PC. Als es jedoch daran ging, das dritte Kit in Betrieb zu nehmen, gab es beim Öffnen der Verpackung die böse Überraschung. Nachdem die Folie von der Box entfernt und die Packung geöffnet worden war, kamen uralte DDR- und DDR2-RAM-Sticks zum Vorschein, die jemand mit einem Aufkleber versehen hatte, der das Hitzeleitlabel von Adata nachahmen sollte.
Außerdem war eine dünne Metallplatte enthalten, mit der offenbar das Gewicht der verschlossenen Verpackung so angepasst werden sollte, dass es dem Gewicht des Originalprodukts entspricht. In der geschlossenen Verpackung soll dadurch kaum erkennbar gewesen sein, dass der Inhalt nicht dem entspricht, was der Kunde zuvor offiziell erworben hatte. Allerdings dürfte die Druckqualität des Heatsink-Labels im Vergleich zu den echten Adata-Modulen geringer ausfallen.
Der betroffene Kunde soll mittlerweile bei Amazon eine Rückabwicklung des Kaufs eingeleitet haben. Wer aktuell tatsächlich viel Geld in den Kauf neuer Arbeitsspeichermodule investiert, sollte den Vorgang des Auspackens wohl am besten in einem Video dokumentieren, da dies bei der Rückgabe helfen kann, einen möglichen Betrug zu beweisen.
Zusammenfassung
- Amazon-Kunde erhielt gefälschten DDR5-RAM statt bestellter Ware
- Betrüger nutzen steigende Preise für Arbeitsspeicher für Fälschungen
- Statt moderner DDR5-Module wurden uralte DDR- und DDR2-Riegel geliefert
- Täuscher ahmten Gewicht und Aufkleber des Originalprodukts nach
- Betroffener Kunde hat bei Amazon bereits die Kaufrückabwicklung eingeleitet
- Käufer teurer RAM-Module sollten das Auspacken zur Beweissicherung filmen
Siehe auch:
- Speicherkrise: Dell hebt Preise vieler Laptops um bis zu 30 Prozent an
- Speicherkrise eskaliert unaufhaltsam: Samsung gibt SATA-SSDs wohl auf
- Speicherkrise: Größter DRAM-Hersteller macht jetzt düstere Vorhersage
- Erfolg der Switch 2 in Gefahr: Strudel der Speicherkrise erfasst Nintendo
- Speicherkrise macht alles teuer: Lenovo & Dell erhöhen PC-Preise stark
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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