Speicher-Apokalypse: Micron gibt Consumer-Markt auf, Ende von Crucial
Der drittgrößte Hersteller von NAND- und DRAM-Speicherprodukten Micron hat seinen Abschied aus dem Endkundenmarkt verkündet. Damit verschwindet die Marke Crucial aus dem Handel. Künftig setzt man voll auf teure KI-Speicher.
Micron möchte seine Kapazitäten künftig voll auf die Produktion von "fortschrittlichen" Speicherchips für die Verwendung in Rechenzentren für Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz konzentrieren. Konkret will man primär auf die Produktion von High-Bandwidth-Memory (HBM) setzen, weil die Margen aufgrund des KI-Booms in diesem Bereich deutlich höher sind.
So hatte Micron schon vor einiger Zeit begonnen, sich verstärkt auf die Fertigung von HBM-Chips zu fokussieren. Man begründet "die schwere Entscheidung", die Marke Crucial aufzugeben, mit dem Versuch, die "Versorgung und Unterstützung für größere, strategische Kunden in schnell wachsenden Segmenten zu verbessern", teilte das Unternehmen mit.
Im Markt für DRAM, also Arbeitsspeicher wie DDR4 und DDR5 kam Micron laut TrendForce im dritten Quartal 2025 auf einen Marktanteil von 25,7 Prozent und konnte damit im Vergleich zum vorigen Quartal sogar noch zulegen. SK Hynix und Samsung sind jeweils mit 33,2 und 32,6 Prozent Marktanteil die dominanten Kräfte.
In den kommenden Monaten dürften sich die Verhältnisse im Markt für Speicherprodukte für Endkunden mit dem Ausstieg von Micron/Crucial deutlich verschieben. Für uns als Endkunden bedeutet der Abschied von Micron wohl vor allem eines: noch schneller und stärker steigende Preise.
Siehe auch:
- Micron zieht sich vom Endkundenmarkt zurück und beendet die Marke Crucial
- Drittgrößter Speicherhersteller fokussiert sich künftig auf KI-Speicher (HBM)
- Letzte Lieferungen von Crucial-Produkten sollen bis Februar 2026 erfolgen
- Unternehmen will sich auf strategisch wichtige Kunden und Wachstumssegmente
- Micron besitzt aktuell 13,3 Prozent Marktanteil bei NAND und 25,7 bei DRAM
- Ausstieg von Micron/Crucial könnte zu schnell steigenden Speicherpreisen führen
Micron will nur noch High-End-Speicher bauen
Der US-amerikanische Speicherhersteller Micron, welcher nach SK Hynix und Samsung aus Südkorea der drittgrößte Produzent von Flash- und Arbeitsspeichermodulen der Welt ist, will sich vollständig aus dem Markt für Speicherprodukte für Privatkunden zurückziehen. Dies betrifft auch die Produkte der Consumer-Marke Crucial, die bisher durchaus für hochwertige und oft auch relativ günstige SSDs, RAM-Riegel und ähnliche Erzeugnisse bekannt war.Micron möchte seine Kapazitäten künftig voll auf die Produktion von "fortschrittlichen" Speicherchips für die Verwendung in Rechenzentren für Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz konzentrieren. Konkret will man primär auf die Produktion von High-Bandwidth-Memory (HBM) setzen, weil die Margen aufgrund des KI-Booms in diesem Bereich deutlich höher sind.
Bis Februar 2026 liefert Crucial die letzten Produkte
Wie Micron heute mitteilte, sollen die Produkte der Endkunden-Marke Crucial schrittweise aus dem Einzel- und Online-Handel verschwinden und auch nicht mehr über Distributoren angeboten werden. Die letzten Lieferungen sollen bis zum Februar 2026 abgeschlossen sein, heißt es von dem Unternehmen. Nach Angaben von Marktbeobachtern ist das Endkundengeschäft ohnehin kein großer Faktor für Micron.So hatte Micron schon vor einiger Zeit begonnen, sich verstärkt auf die Fertigung von HBM-Chips zu fokussieren. Man begründet "die schwere Entscheidung", die Marke Crucial aufzugeben, mit dem Versuch, die "Versorgung und Unterstützung für größere, strategische Kunden in schnell wachsenden Segmenten zu verbessern", teilte das Unternehmen mit.
Micron lag bei RAM weltweit auf Platz 3
Micron ist im Vergleich zu SK Hynix und Samsung der kleinere Mitbewerber im internationalen Speichermarkt. So hatte der Hersteller bei NAND-Flash-Speicher laut dem Marktforschungsunternehmen TrendForce zuletzt einen Marktanteil von "nur " 13,3 Prozent, während Samsung mit 32,9 und SK Hynix mit 21,1 Prozent eine größere Rolle spielten.Im Markt für DRAM, also Arbeitsspeicher wie DDR4 und DDR5 kam Micron laut TrendForce im dritten Quartal 2025 auf einen Marktanteil von 25,7 Prozent und konnte damit im Vergleich zum vorigen Quartal sogar noch zulegen. SK Hynix und Samsung sind jeweils mit 33,2 und 32,6 Prozent Marktanteil die dominanten Kräfte.
In den kommenden Monaten dürften sich die Verhältnisse im Markt für Speicherprodukte für Endkunden mit dem Ausstieg von Micron/Crucial deutlich verschieben. Für uns als Endkunden bedeutet der Abschied von Micron wohl vor allem eines: noch schneller und stärker steigende Preise.
Siehe auch:
- Superkondensator: Neue Graphenstruktur revolutioniert Stromspeicher
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